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BeitragVerfasst: 11. Dez 2015 21:28 
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Registriert: 06. Apr 2015 23:43
Beiträge: 14
Hallo,

seit vielen Jahren liegt bei mri eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse vor. Die Werte waren bis vor einem Jahr gut eingestellt und die zwei Knoten haben sich auch nicht verändert.

Seit ca einem Jahr sind die Werte immer hin und her gegangen, also völlig entgleist. Vor ca. 2 Monaten wurde ein dritter Knoten entdeckt. Es wurde nun noch mal eine Sonographie gemacht, um abzuklären, ob eine Szintigraphie nötig ist. Jetzt stelle sich heraus, dass sich viele neue Knoten gebildet haben, aber alle maximal bis zu einem Zentimeter. Das Gewebe soll auch echoärmer geworden sein und man sieht eine fortschreitende Entzündung.
Auf das Ergbnis der Laborwerte warte ich noch. Eine Szinigraphie ist angeordet, aber dazu muss ich erst mal 4 Wochen das Prothyrid absetzen.

Das alles macht mir goße Angst. Wie kann man das einordnen, dass in so kurzer Zeit eine solche Veränderung stattgefunden hat ?
Ich sollte erwähnen, dass ich großen seelischen und körperlichen Stress hatte.

Wer kann mir dazu etwas sagen ?

Lieben Gruß
Johanna58


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2015 11:14 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
GUT dass du dir jetzt Zweitmeinungen einholst! Das hätte vielleicht auch schon früher passieren können, als die Werte laut Ärzten "entgleisten". Immer öfter "diagnostizieren" unsere Ärzte "Nichteinstellebarkeit". Das liegen die werte mal zu hoch udn mal zu niedrig. Der Arzt reagiert REAKTIV auf die werte und stellt jedesmal alles wieder komplett um...oder aber der ganz irritierte arzt macht gar nix und "Beobachtet", nutzt also die "Wait and see-Strategie".

Wenn vorher ide Knoten sich NICHT veröändert hatten...udn jetzt alles so stark progredient ist, Knoten vermehrt da sind, die SD deutlich weiter abgefressen von der Autoaggression...dann haben die letzte Zeit SD-Hormone gefehlt.

Du hast Hashimoto! Da ist Szintigraphie eigentlich NICHT mehr indiziert. wenn jetzt durch UNTERDOSIERUNF sich dein Zustand verschlechtert hat...dann muss man nicht noch länger warten..udn noch die Hormone 4 Wochen ABSETZEN..nur um dann eine DIAGNOSTIK machen zu können, die wahrscheinlich kontraproduktiv ist. ALLES hat man bereits aus dem Ultraschall herauslesen können...ein anderer besser auf Autoimmunerkrankungen der Schilddürse trainierter Arzt würde JETZT an eine ERHÖHUNG der SD-Hormone denken...DENN augenscheinlich hast du jetzt nur noch die Hälfte oder gar nur ein Drittel deines vorhergehenden SD-Volumens. Ziel wird also in einer besseren Substitution liegen...ob du nun zum Szintigramm gehst oder nicht.


Schreib hier mal wieviel udn welche SD-Hormone du genau bekommst. Wieviel du aktuell wiegst, wio dein Normalgewicht wäre. Wie gross deine Schilddrüse jetzt noch ist in Millilitern, jetzt natürlich durchlöchert wie ein Schweizer Käse!

Wenn die werte so zu tanzen beginnen, dann sollten unsere Ärzte hellhörig werden an ein straken Progress der Autoaggression denken udn DASS nun mehr von Ihnen verlangt wird als von Jodmangelkropf-Schilddrüsnmedizin.

Ich musste 10 Ärzte aufsuchen, streng auf (theoretisch vorhanden sein müssende) SD-Kompetenz selektioniert. Erst der 10. Arzt war kompetent genug die Situation einer fortgeschrittenen fast ausgebrannten Hashimoto-Schilddürse RICHIG einzuschätzen.

Ob du nun zum Szintigramm machen gehst oder nicht...die wirst merh SD-Hormone benötigen. Hätten deine Ärzte schon vopr 2 Jahren darauf reagiert...wären nicht weitere Knoten dazugekommen und deine Sd wäre nicht sooo schnell abgebrannt.

JETZT kann alles in die völlig falsche Richtung gehen...nicht wenigen wird nach so einem Szintigramm dann eine SD-Operation empfohlen ...die nichts anderes bewirkt als dass nochmehr aktives eigenes SD.Gewebe verloren geht...also dass sich die Lage für Dich weiter verschärft.

Ein einfacher Hausarzt könnte dir jetzt schon mehr SD-Hormone verordnene...die Autoaggression könnte sich in Folge mehr oder weniger rasch..manchmal leider auch nur langsam bertuhigen. Im schlechtesten Fall hast du ohne OP nachher genausowenig SD-gewebe wie MIT OP. Im besten Fall hast du dir einen raschen Krankheitsprogress gespart.

Wie alt bist du jetzt? Vielleicht bist du an der kritischen Grenze beim Wechsel in die Menopause zu wenig dosiert worden.

Nachher kännte es sogar sein dasss dein bedarf wegen der Menopause doch wieder etwas sinkt und sich das ganze auch von selber einpendelt.

Selen und Vitamin D sind ganz wichtig in dieser Situation.


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BeitragVerfasst: 15. Dez 2015 1:20 
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Registriert: 06. Apr 2015 23:43
Beiträge: 14
Hallo Melissa,

danke für deine ausführliche und hilfreiche Antwort :) Man merkt, immer wieder, dass du dich auskennst.

Es war keine Zweitmeinung, diese habe ich schon im Sommer hinter mich gebracht. es hieß, alles in besster Ordnung :?
Nun bin ich bei dem Radiologen, der eigentlich nur eine Sonographie machen sollte. Die jährliche Kontrolle. Aber er hat mich ernst genommen und mir gesagt, die Werte sind nicht in Ordnung. Doch nachdem er das selbst kontroliert hatte, war TSH plötzlich wieder im Rahmen, lag bei 1,1. Also sollte ich die geringe Dosis beibehalten.

Jetzt sind die vielen Knoten da und er will mit Hilfe der Szinitigraphie sehen, was da los ist. Es geht auch darum die Knoten in kalt und heiß einzuordnen. Er hat mir aber schon gesagt, dass es immer weiter geht, die Entzündungen die Schilddrüse immer mehr zerstören.
Ich denke auch, das ich zu wenig Hormone genommen habe. Es waren immer nur 50 mg Prothyrid. Die jetzige Größe der SD weiß ich nicht, habe ich leider nicht nachgefragt.
Mein Gewicht hat sich nicht so sehr verändert. Ich war mein ganzes Leben lang übergewichtig und versuche wenigstens das im Rahmen zu halten. Ich bin 57 Jahre alt.

Vitamin D nehme ich schon ca 2 Jahre, habe nur im Sommer bei viel Sonneneinstrahlung abgesetzt. Selen hatte ich mir auch mal geholt. Mit Zink und Magnesium hatte ich es auch schon versucht. Mit Magnsium habe ich mich nicht so gut gefühlt.
Dann werde ich jetzt mal regelmäßig Selen nehmen.

Um die Szinitgraphie werde ich nicht herumkommen und auch nicht um das Absetzen der Hormone. Aber eine OP werde ich bestimmt so schnell nicht machen lassen.

Gruß
Johanna


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BeitragVerfasst: 15. Dez 2015 11:59 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Für ein 45 Kilo schweres zierliches Frauchen würden 50µg Prothyrid sicher lange reichen.

Wenn du schon immer übergwichtig warst, dann war das schon immer eine zu niedrige Dosierung. Wahrscheinlich hätten Novotyhral 100 kaum gereicht und das wäre glatt das doppelte an SD-Hormonen.

Aus meiner Erfahrung ist genug Zeit, dass du z.B. Novothyral 100 erstmal ausprobieren kannst. Wenn du mir dein Gewicht verrätst und deine exakte SD-Grösse könnten auch Dosierungen bis 200µg Thyroxin und mehr errechnet werden als Bedarf für Dich.

Selbst betroffene Ärzte lassen sich immer noch die SD teilweise entfernen. Leider wissen die meisten zuwenig von Immunologie und Hashimoto.

GUT dass du nicht operieren lassen willst, zumindest nicht voreilig!

Wenn du wie geplant vorgehst, wirst du im nächsten Monat ziemlich auf dem Zahnfleisch robben :( ...und vermütlich noch länger. Aber DU bist deines Glückes schmiedt. Viele Ärzte schüren die Angst vor Schilddrüsenkrebs, weil sie gern operieren und damit dem KH Geld einbringen wollen..zumindest in Deutschland ist das so. Leider wissen aber auch zuwenig Ärzte, dass heute ganz andere Krankheitsbilder drohen als ihnen im Studium eingebleut worden ist.

Warum kann der Arzt bei einem öfter zu hohen TSH und auch jetzt iimmer noch bei 1,2 liegenden TSH nicht die Dosis erhöhen. Konstruktiv denken ist hier gefragt...nicht nur das leidige AUSSCHLIESSEN oder die Erfolgsvermeidung. Bei Hashimoto sollte der TSH unter 1,0 verbleiben unter Therapie. NICHTS spricht gegen eine Dosiserhöhung! Und wenn dann noch dein Gewicht miteinkaluliert wird und deine SD-Grösse dann könnten deine Ärzte die Methode der Mathematik;) anwenden.. und ganz einfach BERECHNEN wo in etwa deine Zieldosierung liegen müsste.


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BeitragVerfasst: 18. Dez 2015 19:39 
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Registriert: 06. Apr 2015 23:43
Beiträge: 14
Hallo Melissa,

mit der Antwort hatte ich extra gewartet, weil ich heute meine aktuellen Laborwerte bekommen habe. Sie sollen super sein ! Der Radiologe hat mir nur den TSH Wert verraten. Dieser liegt weiter bei 1,2.
Für mich vollkommen in Ordnung. Denn wenn er noch weiter runter gehen würde, das wäre für mein empfinden noch schlechter. Nun warte ich was bei der Szintigraphie heraus kommen wird.

Meine Blutzuckerwerte machen mir Sorgen, denn diese verhalten sich so, als wenn ich eine Überfunktion habe. Die Werte waren besser, als der TSH Wert höher war.

Nach meinem Gewicht konnte ich noch nie dosieren, ich reagiere immer schon auf die Kinderdosis, bei allen Medikamenten. Wie groß meine SD ist, weiß ich nicht. Das werde ich sicher nach der Szintigraphie erfahren.
Jetzt kann ich auch nichts anderes ausprobieren, in ein paar Tagen muss ich die Hormone sowieso ganz absetzen. Das wird hart.... aber da muss ich durch. :(

Gruß Johanna


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BeitragVerfasst: 18. Dez 2015 23:12 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Kuryfristige Hormonschwankungen muss man hinnehmen, darf man nicht ueberbewerten, insbesonder nach Dosisaenderungen.

OK..warten wir ab.

Es gibt viel was paradox erscheint. Da liegt man meist mit seiner ersten Vermutung daneben....meine Erfahrung. Also bleib offen..auch wenn es auf den ersten Blick teilweise dagegen spricht.


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