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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 21. Mär 2016 10:48 
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Registriert: 05. Mär 2016 18:39
Beiträge: 19
Charlotte, danke für deine Nachricht. Wir müssen eben unsere Dosis finden, damit es uns gut geht. Das kann uns keiner abnehmen, denn kein anderer spürt wie wir uns fühlen.
Schönen Tag wünscht
Maria


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 30. Mär 2016 3:21 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
maria1956 hat geschrieben:
Hallo Melissa,

PS: Ich habe weder eine Grippe noch hatte ich einen ausschweifenden Abend am Vortag, nehme keine Pille und der Wechsel ist auch bereits lange abgeschlossen (letzte Periode vor mehr als 10 Jahren). Ich hatte auch keinerlei Stress.

Die Dosis von 75mcg nahm ich drei Monate lang und die Beschwerden begannen vor zwei Monaten bis sie eben jetzt ihren Höhepunkt fanden.


Nach dem Wechsel sinkt auch der Bedarf an Thyroxin wieder etwas. Wenn man nicht auch an Gewicht zunimmt.

Wenn du 75µg 3 Monate lang eingenommen hast, dann kann man die Blut-Werte nutzen, (muss aber vieles beachten, auch paradoxe Effekte richtig einschätzen). Wenn du bereits nach einem Monat wieder Probleme bekommst, vielleicht schlimmere als zuvor, so wäre das in meinen Augen höchstwahrscheinlich ein Zeichen, dass die Dosis noch nicht langt. Vielleicht ist es auch noch deutlich zu wenig. Je näher man sich seiner Zieldosis nähert, umso länger sollte man symptomfrei bleiben können. Sonst ist die Besserung nur als Anfangseffekt der Steigerung spürbar, der aber wieder verschwindet solange die Zieldosis nicht erreicht ist.

Ich hatte öfter mal die Literaturstelle/Quelle/Link gepostet in der eine Studie von deutschen Medizinern regristrierte, dass 60% der SD-Patienten falsch eingestellt sind und davon die meisten unterdosiert? Die Autoren bemängelten, dass der Handlungsspielraum, also der vom Hersteller empfohlene Dosisbereich, zu selten ausgeschöpft wird.

Das beweisst auch die Tatsache, dass in Deutschland die 100µg-Thyroxin-Dosis die meistverordnete bzw verkaufte ist. Das ist die niedrigste des vom Hersteller empfohlenen Dosisbereichs für Erwachsene mit Restschilddrüse: 100-200µg Thyroxin pro Tag.

Die Schilddrüse ist mit der grössten Speicherkapazität, die eine Drüse haben kann, ausgestattet. Über 99% der SD-Hormone liegen gebunden als Speicher vor. Nur die freien SD-Hormone stehen für die Funktion jeweils zur Verfügung. Nur sie sind aktivierbar zum stoffwechselaktiven Hormon ft3. Ausserdem verfügt die Schilddrüse über ein Arsenal von Modulations- und Inaktivierungsmassnahmen und es kann die Dejodase stärker exprimiert werden und so aus zu wenig fT4 noch genug fT3 machen, dass lebensnotwendige Strukturen erhalten bleiben. Der TSH mag lange Zeit völlig ok aussehen, aber die kranke unterdosierte SD trixt und kompensiert (oft jahrelang) wie wild, sodass keine Symptome auftreten brauchen. Symptomfreiheit bedeutet nicht automatisch, dass man wirklich gut eingestellt ist. Das zeigt erst der Langzeit-Check. Die Symptome kommen meist zeitversetzt. Oft denkt man da auch nicht gleich an die SD als Ursache, eher als letztes. Vieles hält man eh für altersbedingt und macht das Schicksal dafür verantwortlich, wenn man sich schlecht gehalten hat. Ein autoaggresiver Schub kann sogar eine krasse Unterfunktion maskieren. Der Arzt findet vielleicht, insbesondere wenn er nur den TSH beachtet, alles wunderbar, oder diagnostiziert sogar Überfunktion und befleissigt sich die Dosis zu senken.

Es ist alles viel komplexer als sich das die meisten Laien vorstellen. Den Faktencheck zu machen, ob die eigene Dosis in etwa in dem empfohlenen Dosisbereich ist, dass es gewichtsmässig in etwa passt, halte ich für sehr wichtig. Ansonsten zeigt vielleicht ein Ultraschall 2-5 Jahre später, dass der letzte Rest an Schildrüse auch noch abgefackelt ist.

Bei deiner HT-Bekannten, die jetzt die Hormondosierung reduziert bekam aufgrund der Werte...Diese Werte würde ich mir gern mal anschauen. Schaden kanns nicht (spätestens wenn sie lethargisch wird, langsamer, konzentrationsschwächer auch ängstlicher evt. oder an Gewicht zunimmt). Ausserdem würde mich interessieren, wie es ihr die nächste Zeit ergeht gewichtsmässig, zyklusmässig, Symptome, Psyche.
Immer öfter werden gut eingestellte SD-Patienten jetzt wegen eines supprimierten TSH (also unter 0,3 abfallend bis 0,001) voreilig in der Dosis reduziert. Es kann sogar sein, dass sich der Patient damit anfangs wohlfühlt. Die Langzeiterfahrungen sind hier interessant. Nur wegen eines supprimierten TSH sollten man nicht gleich die Dosis reduzieren. Wenn aber auch der fT3-Wert ÜBER der Norm lag, dann könnte das indiziert sein. Ich würde aber sicherheitshalber noch eine weitere ft3-Messung empfehlen. Manchmal ist die Ursache auch ein autoimmuner Schub, oft induziert durch akute Überlastung, Trauer, Traumata, Fehlgeburten,Todesfälle, Mobbing, Liebeskummer oder und das heute immer öfter durch UNTERDOSIERUNG mit Thyroxin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 10. Jun 2016 12:45 
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Registriert: 05. Mär 2016 18:39
Beiträge: 19
Hallo, wollte mich mal wieder bei euch melden.
Ich habe seit Anfang Mai meine Dosis auf abwechseln 75mcg / 100 mcg thyrex erhöht.

Letzte Woche habe ich Kontrolle gehabt. Meine Werte waren völlig in Ordnung.
Was mich stört ist, dass ich ständig müde und antriebslos bin.

Ich nehme um ca. 6 Uhr mein thyrex und ab Mittag bin ich nur mehr müde.
Ausserdem habe ich immer ein zungenbrennen.

Kennt das jemand von euch? Was macht ihr dagege?

Wäre für eure Tips sehr dankbar.

Liebe Grüße
Maria


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 10. Jun 2016 15:20 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Bitte hole Dir die EXAKTEN MESSWERTE ab. Die Aussage deines arztes, dass die SD-Werte "Völlig in rdnung" seien hat bei 3/4 der Ärzte nix zu sagen.

Das einzige was als Information für Dich DERZEIT zu nutzen ist ist, dass die Dosiserhöhung zumindest für den Arzt nicht falsch gewesen sein kann.

Wenn du immer noch müde bist und er einen normalen TSH gemessen hat UND 100µg die meistverordnete Dosisst5ärke udn niodrigste Dosisstärke im vomHersteller empfohlenen Dosisbereich(100-200 µg Tagesdosis für Erwachsene) ist, da spricht nix dagegen ganz auf 100µg zu gehen.

Aber berichte uns erstmal was für Wert(e) der Hausarzt gemessen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 10. Jun 2016 15:22 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Wie sieht deine Zunge aus? Putzt du die immer abends mit der Zahnbürste mit? Vielleicht hast du eine Candidainfektion...da würde ich mir Minzöl besorgen und immer die Zunge mit putzen und nach dem zähneputzen 2-3 Tropfen Minzöl auf die Zahngbürstenborsten tropfen..und so lagern bis zum nächsten einsatz...so desinfizierst du die Borsten mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 10. Jun 2016 18:27 
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Registriert: 05. Mär 2016 18:39
Beiträge: 19
Meine aktuellen Werte

TSH 1.23 (0.27 - 4.2)
FT4 1.61 (0.93 - 1.7)
FT3 3.7 (2.3 - 5.0)

Ich würde sagen, dass die passen.

Vielleicht liegt es am thyrex bzw. An den zusatzstoffen. Da ist unter anderem auch E421 drinnen.

Was meint ihr dazu? Sollte ich auf euthyrox wechseln?
Meine Schwägerin hatte mit thyrex auch ständige müdigkeit.

Liebe Grüße
Maria und


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 14. Jun 2016 8:19 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
HAst du morgens vorm Blutabnahmen deien Thyrex eingenommen gehabt?

fT4 gefallen mir
fT3 ist nicht so toll
TSH unter Therpaie Obergrenze also sollte man ein Schäufelchen drauflegen.

Dannmuss Mehr T3 gebildet werden...nimm Selen. Statt auf Euthyrax würde ich fragen ob du nicht Novothral100 bekommen darfst..aber dann bleibt der TSH unten. Das muss der Arzt vorher wissen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 14. Jun 2016 8:43 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
TSH ist Obergrenze für unter Thyroxinlaufende Patienten. Wechsel auf Novothyral möglich? Sonst Umwandlungsstörung behandeln mit Selen, Vitamin D und Progestogel.

Aber vielleicht hast du dein Thyrex morgens vor der Blutabnahme eingenommen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 14. Jun 2016 9:33 
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Registriert: 05. Mär 2016 18:39
Beiträge: 19
Nein, ich habe am morgen vor der blutabnahme kein thyrex genommen.
Vitamin D nehme ich seit einigen Monaten - oleovit d 3 / 40 tropfen einmal pro Woche.
Selen ist in den haut-haare-Nägel kapseln von dr. Böhmen drinnen (60mcg tgl.).

Mein Hausarzt kennt sich meiner Meinung nach nicht so gut damit aus. Lt. ihm wäre ich immer noch bei 50mcg thyrex. Ich hab selbst gesteigert und es ist ihm auch recht. Laut Schilddrüsen Ambulanz im hiesigen KH ist auch alles okay. Ich soll meine tabletten so weiter nehmen und in einem halben Jahr wieder zur Kontrolle kommen.

Wisst ihr einen guten Arzt an den ich mich wenden könnte.

Ich hab seit der OP im Dezember drei Kilo zugenommen, trotzdem ich sehr wenig esse und ich habe Haarausfall, was ich früher nie hatte.

Das alles nervt jetzt schon sehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euthyrox nach SD-Operation
BeitragVerfasst: 14. Jun 2016 9:49 
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Registriert: 05. Mär 2016 18:39
Beiträge: 19
Hallo Melissa,
wo kriegt man progestogel?
Muss ich da schon wieder zum Arzt?
Ich mag schon gar keinen mehr sehen.
:?


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