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 Betreff des Beitrags: Am Ende des lateins
BeitragVerfasst: 24. Feb 2015 20:13 
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Registriert: 11. Aug 2009 17:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
Hallo,

ich habe seit 2007 Hashimoto und bin schon lange gut eingestellt. 2x im Jahr lasse ich die Blutwerte überprüfen, Tsh immer zwischen 0,7-1 und ft3+ft4 sind gut im oberen Drittel des Normbereiches.
Im Grunde würde ich gar nicht spüren, dass etwas mit meiner SD nicht passt, wäre da nicht das ewige Problem mit dem Gewicht.
Anfangs habe ich in 4 Monaten fast 20kg zugenommen. Vorigen Sommer konnte ich ein paar lästige Kilos loswerden und war glücklich, weil ich dachte, jetzt gehts endlich runter.
Im Herbst hatte ich dann extremen Stress (privat und beruflich) und zack waren wieder einige Kilos drauf. Im Dezember hatte ich eine Lungenentzündung und meine Ärztin stellte fest, dass ich eine extremen VitaminD Mangel habe (habe tropfen bekommen).
Seit 1.1. 2015 zähle ich täglich Kalorien (1300-1500, gesamtumsatz wäre 2000). Ich esse wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, fisch und fleisch, wenig süsses. Leider mache ich keinen Sport (auch aus gesundheitlichen Gründen), sondern bin nur täglich mit dem Hund unterwegs. Ich gehe auch zufuss arbeiten, einkaufen, usw....

Aber das Gewicht bleibt, egal was ich mache - ich möchte nicht so bleiben und habe auch Angst, dass es noch mehr werden könnte. Ich bin 47 Jahre alt, weiblich, 166cm und wiege aktuell 87kg....

Hat jemand einen Tipp für mich?


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Ende des lateins
BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 8:51 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Ja, du hast vollkommen recht. Das ist zuviel Gewicht. Deine Schilderungen sind alle klar und nachvollziehbar, du hast offenbar mehr Glück als viele andere Leidensgenossinnen mit Hashimoto. Du bist sicher bei einer internistischen und schilddrüsenkompetenten Ärztin. Das ist wie ein Fünfer im Lotto.

Eigenlich müsste jetzt nach der Vitamin D-Substitution ..alles wieder ins Lot gekommen sein. Langt die Dosis für Dich?

Wenn nicht muss man weitere potentielle Fehlentwicklungen suchen und angehen.

1. herannahende Wechseljahre mit zunehmender Östrogendominanz und damit Progesteronmangel, hier kann dir der Frauenarzt Progestogel verordnen. Nur in der 2. Zyklushälfte nehmen. Nimm anfangs erstmal weniger als angegeben. Vielleicht musst du bis zum Eintritt in die Monopause dann weiter steigern. Auch deine gute Internistin kann dir Progestogel auf Privatrezept verordnen, dann müsstest du es selber zahlen. Aber sobald sie einen niedrigen Progesteronspiegel im Blut egmessen hat, müsse sies eigentlich verornden dürfen.

Ich hatte die gleichen Probleme wie Du!!! Und bei mir war ein Progesteronmangel bekannt seit Anfang Februar 2012. das wurde ärztlicherseits aber übersehen(Progesteron 1,1 (0-28) Einheiten NICHT angegeben!)).

Ich habe den Progesteronmangel-wie ich erst jetzt verstehen gelernt habe- offenbar schon seid ca 30 Jahren, wenn nicht ab der Pubertät (Hirsutismus). Eierstockzyste vor 27 Jahren sollte rausoperiert werden. Ein schlauer Arzt hat mir das mit PROGESTERONgabe erspart!!! Diesem habe ich später vor grossem Auditorium auf einem Gynäkologenkongress GEDANKT!

Später wurde ich nach 16 Jahren unerfüllten Kinderwunsch endlich schwanger als mir die Ärzte PROGESTERON nur zum Zwecke der Empfängnis verordnet haben.

Alle die Jahre ging das dann aber immer wieder in Vergessenheit, das ist kein gynäkologisch-schulmedizinischer Standard mit Progesteron zu behandeln.

Progesteron stärkt die Schilddrüsenfunktion (wichtig für die Umwandlung von T4 in T3), sein Gegenspieler Östrogen schwächt sie.

Wir leben in einer östrigenverseuchten Zivilisation. Über 50 Jahre Nutzung der "Antibaby"pille hat unsere Trinkwasser verseucht, denn die Industrie kann nur künstlich veränderte Hormone patentieren und damit Geld verdienen. Diese künstlichen Hormone sind NICHT abbaubar, führen (öfter als kommuniziert) zu Brustkrebs u.a. gynäkologischen, psychischen und SD-Problemen.

Ich filtere mittlerweile mein Trinkwasser mit Brittafilter KOMPLETT.

Damit sinkt theoretisch mein Bedarf an Thyroxin/SD-Hormonen, weil ich die Tabletteninhalte besser resorbieren kann.

Jetzt bekomme ich seit wenigen Tagen ENDLICH (das 3. Mal im Leben!) wieder PROGESTERON ärztlicherseits verordnet. Ein langes Gespräch bei einer NEUEN Ärztin/Gynäkologin zu der ich von einer SD-kompetenten internistischen Hausärztin überwiesen (mit Empfehlung) worden war. Sie hat mir wohl nur solche Aufmerksamkeit geschenkt, weil ich neu war, auf Empfehlung kam, alles medizinisch plausibel erklären konnte UND SIE verwundert war wie ich meine typischen Wechseljahresymptome, die sie gerade dachte behandeln zu müssen aufgrund meines Alters (mit irgendwelchen künstlichen Hormonen) mit SD-Medizin (plus eigene phytomedizinischer selbstgemachter Progsteronquelle) wegbekommen hatte. Ich sagte ihr ehrlich udn deutlich, das ich seid zwölf JAHREN nicht mehr beim Frauenarzt war- Leider konnte sie mich unter "dumm"einordnen, sondern ich habe BEWUSST diese Facharztgruppe, die schilddrüsnkranken nicht hilft, gemieden. Denn die Schildüdrnskranken weren dort fast immer nur operiert (Zysten, Myome, Emdometriose, Hysterektomie usw usf). KEINE Prophylaxe, keine Linderung..immer nur KÜNSTLICHE gefährliche Hormone oder Operationen.

Meine Beschwerden sind auch heute noch (viel weniger als vor 2-3 Jahren) PLÖTZLICH gänzlich verschwunden WENN meine Periode durchkommt, wenn BLUT zu sehen ist. Dann verschwindet sogar plötzlich mitten in der nacht meine Schlaflosigkeit.

DAS hat dann die Ärztin überzeugt mir Progestogel zu verordnen (war das einzige Anliegen weshalb ich überhaupt nochmal einen Gynäkologen aufsuchen WOLLTE). Vielleicht wird sie da jetzt in Zukunft auch aufmerksamer ihren anderen Patieninnen gegenüber, denn initial wollte sie mir, so nah an der Menopause, kein Progesteron geben.

DAS ist wohl ein wichtiger Grund warum soviele Frauen in unserem Alter kaputtgehen, arbeitsunfähig, frühverrentet, psychisch krank werden. Die Medizin ist organ/facharztspezifisch diversifiziert. Der Frauenarzt MÜSSTE eigentlich mit Progesteron die Schilddrüsentherapie des (internistischen) Hausarztes oder Endokrinologen unterstützen - in der Pubertät und den wechseljahren engmaschig udn gründlicher als sonst.

OHNE das bekommen immer mehr Frauen einen unbrauchbaren TSH, gelten immer mehr als "Nichteinstellbar", nehmen PLÖTZLICH viele Kilo zu, werden schlecht im Job, unattraktiv für den Partner, überfordert im Haushalt, nervös, unglücklich, aggressiv-dement, schaffen den Umgang mit den (gern pubertierenden) Kindern nicht mehr, können die Eltern nicht mehr pflegen. Die Medizin DIAGNOSTIZIERT Burn OUT oder steckt sie in die Psychiatrie. Es ist unfassbar.

Aber Du scheinst bei einer guten Internistin zu sein. Sie wird sicher auch Selene udn progesteron mit dir durchdenken und evt empfehlen.

Zur Sicherheit solltest du uns hier deine Blutwerte mit Normbereich posten. Mit welchen Werten ging es dir (eher im Nachhinein) gut und welchen schlecht?

Vielleicht kann man jetzt je näher die Wechseljahre rücken und je mehr Gewicht Du auf die Waage bringst, deine Dosis noch leicht anheben oder T3 mitdazu, ohne ganz aus der Norm zu fallen. SO hat das der beste Professor für Endokrinologie bei mir gemacht. DAS war der Anfang, als sich endlich das Vorzeichen auf Besserung änderte...für MICH. Das traut sich vielleicht ein einfacher Hausarzt so nicht.

Aber die Wechseljahre werden von der Schulmedizin immer noch nicht vollständig verstanden (Originalton meiner Internistin). Hier MÜSSEN wir Frauen sehr mithelfen und selber aktiv werden und uns das was wir brauchen auch besorgen.

Progesteron nennt man auch DAS Wohlfühlhormon der Frau!

Selen 200µg täglich.

Nimm deine Vitamin D-Tropfen weiter. Sind es Vigantolöl-Tropfen, davon 6 Stk am Tag fern von den Thyroxintabletten haben bei mir nach 1-2 Monaten merklich Besserung Gebracht. Nutze ab jetzt auch jeden möglichen Sonnenstrahl aus, ich habe Tagescremes mit LSF aussortiert oder nutze sie nur nachts. Weil tagsüber BRAUCHE ich die UV-Strahlung. Die einfachste blaue Nivea im grossen Topf ist mir in der Unterfunktion wieder ans Herz gewachsen.

Gibt es Darmkrebs in der Familie?

Im Hochsommer kannst du Vitamin D-Tropfen absetzen. Aber Ende August wieder beginnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Ende des lateins
BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 15:13 
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Registriert: 11. Aug 2009 17:08
Beiträge: 369
Wohnort: Graz
Hallo,

erstmal danke für die prompte und ausführliche Antwort.

Ich habe das Glück, fast immer gute Ärzte zu erwischen - keine Ahnung, ob es an den Ärzten liegt
oder daran, dass ich klipp und klar sage, was Sache ist, weil ich mit Hashi und meinem Körper ganz gut auskenne.

Ich bin seit gut 5 Jahren super eingestellt, habe fast immer die gleichen Werte. Deshalb denke ich nicht, dass ich die Dosis erhöhen müsste. Einen *Schub* spüre ich sofort und würde dann auch gleich die Werte checken lassen.

Vor 6 Monaten war ich beim Gyn, unter anderem hat er auch einen Hormonstatus machen lassen. Der Status ist weit weg von den Wechseljahren, sagt er.
Da ich eine Blutgerinnungsstörung habe, nehme ich keine Pille, führe also auch kein Östrogen zu (Östrogen darf ich nicht zu mir nehmen).

Ich nehme täglich ein Kombipräperat mit allen Vitaminen (Amway), zusätzlich VitaminB und C.

Krebs gibt es nicht in meiner Famile und ich bin sonst auch total gesund!

LG claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Ende des lateins
BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 15:27 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Dann verstehe ich nicht warum du gefragt hast. Wenn du meinst es liegt nicht an der SD dann ist das auch das falsche Forum.

low carb ist meine Devise. Ödeme abschaffen. Petersilientee, Spaziergänge. Liebstöckel, Löwenzahn. Ich habe gerade in ähnlicher Situation 16 kg abgenommen. Wollte nur meine Erfahrungen mit Dir teilen.

Bei der Schilddrüse lohnt es fast immer Zweitmeinungen einzuholen.

Wenn du von Schüben sprichst, die habe ich nur in Unterdosierung bekommen. Dann sahen aber danach dann die werte wie ein Überfunktion aus schubbedingt.

Wenn deine SD schnell kleiner wird, dann geht das möglicherweise auf suboptimale Einstellung mit SD-Hormonen zurück, oder temporären stressbedingten oder winterbedingten Mehrbedarf. Wenn sie lange unverändert bleibt warst du super eingestellt..ODER völlig stresslos auf einer einsamen Insel als Perlentaucherin.

Aber das weisst du ja alles.


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Ende des lateins
BeitragVerfasst: 30. Mai 2015 21:44 
Offline

Registriert: 25. Mai 2015 20:27
Beiträge: 10
Liebe hutzl!
Du schreibst "keine Ahnung, ob es an den Ärzten liegt
oder daran, dass ich klipp und klar sage, was Sache ist, weil ich mit Hashi und meinem Körper ganz gut auskenne."
Da kann ich nur sagen "Herzliche Gratulation zu deinem Selbstbewusstsein!"
Brauchst nur noch ein paar Kilo abnehmen und alles ist super!
Liebe Grüße von Eli


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