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 Betreff des Beitrags: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 29. Mai 2015 12:09 
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Registriert: 25. Mai 2015 20:27
Beiträge: 10
Vitamin D und Schilddrüse
Hallo, liebe Schilddrüsenfreunde!
Bin neu im Forum und wende mich mit einer Frage an euch, die meine Freundin betrifft. Ich selbst bin sehr gut mit meinem Medikament eingestellt und es geht mir ausgezeichnet. Das soll auch gleich ein Zuspruch für alle sein, die NOCH nicht gut eingestellt sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine nicht richtig funktionierende Schilddrüse sich auch sooo viele Bereiche auswirkt und sehr viele Beschwerden verursacht, auf die die Ärzte nicht richtig reagieren.
Jetzt zu meiner Frage: Kann es sein, dass ein extremer Vit-D-Mangel auch auf eine schlecht funktionierende Schilddrüse zurückzuführen ist?
Ich glaube JA, aber hat jemand von euch Erfahrung damit?
Liebe Grüße von Eli


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 Betreff des Beitrags: Re: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 20. Jun 2015 9:43 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Nachdem wegen supprimiertem TSH meine Thyroxindosis gesenkt worden ist, wurde ich blasser, meine Haut bekam Pigment/Altersflecken..ich kaufte mir instinktiv ein Caprio...sowas unpraktisches...aber ich hatte offensichtlich was zu heilen damit.

SD-Unterfunktion macht Vitamin D-Mangel udn das widerum schlägt weiter auf die SD-Funktion u.a.

Nun bekomme ich genug Vitamin D verordnet, esse Meeresfisch aus der Dose, manchmal mit viel Heisshunger mehrere Tage hintereinander..ich gehe sooft wie möglich raus in die Sonne, aber auch an bedeckten tagen.

Meien SD wurde gleichzeitig auch wieder besser eingestellt, die Hormondosis angehoben mehrfach...jetzt ist alles wieder im grünen Bereich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 17. Nov 2015 15:07 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 184
Hallo Melissa,

ich möchte gern mehr Infos zu Deiner Aussage:

"SD-Unterfunktion macht Vitamin-D Mangel und das wiederum schlägt weiter auf die SD-Funktion"

Ich kenne sicher nicht alle Studien zu dem Thema, nur ein paar. Es gibt eine Metastudie aus dem Juli 2014, da heißt es "a clear role of vitamin D has not been demonstrated in thyroid disorders" (Kmieć P., Sworczak K.)

Es gibt eine andere Metastudie aus dem April 2015, die beschreibt, dass Personen mit Autoimmun-Schilddrüsenerkrankungen niedrige 25-OH Vitamin D Spiegel hatten, das waren also sowohl Basedow als auch Hashi-Patienten. (Wang J, Lv S, Chen G, Gao C, He J, Zhong H, Xu Y.)

Du siehst, das Thema interessiert mich sehr. Hast Du mehr Infos für mich? Wo kann ich etwas nachlesen?

Viele lieben Dank
Charlotte


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 Betreff des Beitrags: Re: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 17. Nov 2015 16:41 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Vom lesen allein wird das nicht besser.

SD-Unterfunktion lässt früher oder später alle Körperzellen langsamer werden bzw einschlafen("Winterschlaf"). Du kannst du doch vorstellen, dass so ein winterschlafender Darm weniger gute Vitamine aus der Nahrung resorbiert als ein gesunder. Winterschlaf ist ein Fachterminus, der nix mit erholsamen nachtschlaf zu tun hat oder nur im winter vorkommt.

Winterschlafende Säuger gibt es ja...da steigt der TSH an, es wird nicht mehr richtig geheizt, die Körpertemperatur sinkt, die Körperzellen verbrauchen dann nicht mehr soviel Energie, das Tier muss weniger oder gar nix mehr fressen, dafür kann er nur noch in der dunklen Höhle still sitzen, fast komatös.

Bei uns Menschen ist ein winterschlaf nicht vorgesehen. Menschen mit SD-Unterfunktion fallen krankhaft in den Winterschlaf. Da verdaut der Darm auch irgendwann immer weniger..und die Haut kann weniger Vitamin D aus den empfangenen UVB-Strahlen synthetisieren. Jedenfalls erlahmen beide Mögliochkeiten an Vitamin d zu kommen langsam aber sicher.

Vitamin D ist aber auch ein Prohormon, das nit dem Hormonsystem interagiert...bei Vitamin D Mangel spinnen gern auch andere Hormone infolge. Die Schirddrüse leidet dann auch unter dem vitamin D-Mangel.

Gern erkennt man dabei einen erhöhten Cholesterinspiegel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 25. Nov 2015 15:56 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 184
Hallo Melissa,

danke für die Erklärungen zu Deiner Theorie zum Vitamin-D Mangel und SD-Unterfunktion. Jetzt weiß ich, wie Dein Gedankengang war.

Was mir ein Rätsel bleibt, ist, dass auch Leute mit Basedow einen Mangel an Vitamin-D zeigen. Sie haben ja definitiv mehrheitlich eine Hyperthyreose. Der Stoffwechsel ist also alles andere als im Winterschlaf. Der Stoffwechsel ist schnell, Fett wird eher abgebaut, die Nahrung wird besser verbrannt.
Also, dass es bei Hypothyreose zu Vitamin D Mangel kommen kann, dass kann ich nachvollziehen. Rätselhaft bleibt mir der Mangel bei Hyperthyreose.

Viele Grüße
Charlotte


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 Betreff des Beitrags: Re: Vitamin D und Schilddrüse
BeitragVerfasst: 30. Nov 2015 10:05 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Ja, das ist ein nachvollziehbartere Gedankengang.

BEIDES sind ja Autoimmunerkrankungen!

Ich vermute ja auch seid längerem dass MORBUS Basedow nichts anderes ist als die Frühphase vom Hahsimoto, also mit Hashitoxikose vergleichbar oder gar identisch.

ALLE Autoimmunerkrankungen profítieren von Vitamin D. Vitamin D kann den Ausbruch von Autoimmunerkrnakungen(,Demenz und Darmkrebs) verhindern.

Bestehende Autoimmunerkrankungen profitieren beide von einem guten Vitamin D-Spiegel. Der Krankheitsprogress kann dadurch aufgehalten werden. Vielleicht ist der Lebenswandel des Patienten daran ursächlich schuld(oder die erfolgsvermeidende Position zu Vitamin D bei den Ärzten) bei geerbter Prädisposition für Autoimmunekrankungen, dass ein um die andere Autoimmunerkrankung bei ihm auftritt, einfach weil er zuwenig Vitamin D bekommt..sei es durch Ernährung, zu wenig Aufenthalte im Freien oder zu viel Sonnenschutzmittel. Über die Nahrung sich mit Vitamin D ausreichend zu versorgen hiesse zu essen wie ein Eisbär oder Eskimo, nur von Robben und Meeresfischen zu leben.


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