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 Betreff des Beitrags: Schilddrüsenhormon ja oder nein?
BeitragVerfasst: 07. Mär 2018 11:07 
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Registriert: 07. Mär 2018 10:23
Beiträge: 1
Hallo,

vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben:

Schon seit dem Teenageralter habe ich immer wieder Probleme mit Depressionen. Mittlerweile nehme ich (42 Jahre) seit 8 Jahren Citalopram gegen Depressionen. Körperlich bin ich gesund. Ohne die Tabletten geht es leider nicht. Kein Arzt konnte mir bisher helfen, dass ich vom Citalopram loskomme. Ich habe diverse Ärzte auch darauf angesprochen, ob es sein kann, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Nach Aussage der Ärzte waren meine Werte aber immer in Ordnung.

Jetzt bin seit ein paar Monaten bei einem etwas anderen Arzt in Behandlung. Er setzt mehr auf alternative Heilmethoden, greift aber auch zur konventionellen Medizin. Er ist der Meinung, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Meine Blutwerte sind:

TSH 3,26 (0,22 - 4,46 mlU/l)
fT3 2,5 (2,3-3,8 pg/ml)
fT4 1,06 (0,9 - 1,6 ng/dl)
Reverse T3 109,3 (90 - 215 pg/ml)

Ultraschall an der Schilddrüse hat ergeben, dass meine Schilddrüse zu klein ist (Maße weiß ich nicht mehr).

Da wir mittlerweile einiges probiert haben, schlägt er nun vor, dass ich mit L-Thyrox starte. Mein "normaler" Hausarzt ist aber der Meinung, dass meine Schilddrüse absolut in Ordnung ist.

Was meint ihr dazu?

Ich bin total verunsichert. Wenn ich es mit dem Hormon versuche, muss ich es dann für immer nehmen? Oder kann ich es absetzen, wenn ich merke, dass es nichts bringt?

Danke für eure Antworten


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BeitragVerfasst: 07. Mär 2018 12:45 
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Registriert: 27. Nov 2010 16:01
Beiträge: 194
Hallo,

ich finde, dass Deine Werte für die Schilddrüsenhormone ft3 und ft4 sehr niedrig sind, fast schon an der unteren Grenze.
Das TSH steuert diese Hormone, wenn sie niedrig sind, geht es hoch. Bei den Referenzwerten des Labors ist die Obergrenze leider nicht bei 2,5. Es ist so, dass neuere Empfehlungen 2,5 ansetzen.

Wie auch immer. Ich finde die niedrigen Werte zusammen mit der Info, dass Deine SD zu klein ist, sprechen für eine Behandlung mit Thyroxin. Deine SD scheint es allein nicht zu schaffen.

Man steigt meistens mit 25µg ein und wartet eine Weile, dann schaut man nach den Werten und dann kann man auf 50µg oder vielleicht auf 75µg. Je nachdem, ob es nötig ist.

Ich gehe davon aus, dass Deine Werte sich mit der Einnahme von Thyroxin verbessern und dass auch Dein Wohlbefinden besser wird. Ja, Du musst dann die Hormone lebenslang nehmen. Du solltest Dir das wie ein Beheben eines Mangels vorstellen. Wenn Du Eisenmangel hättest, würdest Du das ja auch beheben wollen.

Wenn es besonders gut läuft, kannst Du vielleicht sogar doch noch versuchen, das Citalopram abzusetzten. Aber probiere erst einmal die Hormone und schaue dann weiter. Es geht Dir sicher bald besser.

Viele Grüße - Charlotte


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BeitragVerfasst: 09. Mär 2018 11:28 
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Registriert: 24. Apr 2012 7:44
Beiträge: 88
Hallo balu,

für mich sehen deine Werte eindeutig nach UF aus. Überhaupt dein ft3 Wert ist sehr tief unten. Das würde auch deine Depressionen erklären.

Würde auch mit Thyroxin starten. So wie es Charlotte vorgeschlagen hat und nach ein paar Wochen noch mal Blutwerte messen lassen. Vielleicht brauchst du auch noch T3 dazu.

Ich nehme seit Dezember das natürliche Schilddrüsenextrakt (von der Schweineschilddrüse), wo T1, T2, T3, T4 und Calcotonin enthalten sind und mir geht es blendend. Die Schilddrüse produziert ja etwas mehr Hormone als nur T3 und T4.

Alles Liebe
Margit


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BeitragVerfasst: 02. Mai 2018 10:01 
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Registriert: 25. Apr 2018 13:35
Beiträge: 2
bzgl Citalopram - Entwöhnung kann ich dir nur folgenden Tipp geben: so langsam reduzieren wie nur irgendwie möglich. Ich habe es knapp 20 Jahre genommen und erst vor 1 Jahre endgültig geschafft es abzusetzen und zwar über einen Zeitraum von ca. 1 Jahr.

ich habe 40 mg täglich genommen, habe dann angefangen einen Tag 40, 1 Tag 30 mg - für ca. 1 Monate. Danach wieder reduziert jeweils 30 bzw. 20 mg.... immer weiter reduziert, bis ich am Ende 5 mg jeden 2. Tag genommen habe, dann 3 mg jeden 2. Tag, dann 3 mg. jeden 3. Tag usw.
ich hab die Tabletten echt schon in miniminimini-Stück zerkleinert :-)

Wichtig war für mich, dass ich es wirklich über ganz lange Zeit so gemacht habe und immer nur dann reduziert habe, wenn ich mich an die neue, niedrigere Dosis gewöhnt habe. Und ich kann nur sagen, lieber 6 Monate oder noch länger Zeit lassen und es dann schaffen, als unzählige Male übereilt abzusetzen versuchen und es dann doch nicht zu schaffen.

Bei mir war es hauptsächlich der psychogene Schwindel, der mir Probleme gemacht hat, aber seit Mitte Mai 2017 bin ich völlig tablettenfrei und damit hätte ich niemals mehr gerechnet nach dieser langen Zeit :-)


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