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 Betreff des Beitrags: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 14. Okt 2018 9:09 
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Registriert: 10. Okt 2018 19:27
Beiträge: 13
Hallo Zusammen,

Ich kämpfe nun bereits seit 1 1/2 Jahren mit meinen Schilddrüsenmedikamenten, da immer wieder so eine Art "Krise" bekomme, die dadurch entsteht dass ich nicht mehr weiß was ich tun soll:
- Schwitzen
- innere Unruhe
- gefühltes Herzrasen
- Schlafprobleme
- Agitiertheit
- Händezittern
- Gedanken rasen so extrem dass ich die Umwelt nicht mehr bewusst wahrnehmen kann
- teilwese Orientierungslosigkeit
- sehr verminderte Aufnahmefähigkeit, Erinnerungsfähigkeit, Konzentration
- Verwirrtheit
- nicht mehr ich selbst sein

Schlussendlich führt die Gedankenflut wiederum zu vermindertem Selbstbewusstsein da ich mir das arbeiten in diesem Zustand nicht vorstellen kann (Konzentration, etc.), teilweise auch depressiv inkl. Selbstmordgedanken.

Natürlich klingt das alles sehr psychisch und ich war bei etlichen Psychiater, einem Psychotherapeuten, war in einer Skills Gruppe, Ergotherapie, Sporttherapie usw., es hat alles nichts geholfen bzw. hat mein jetziger Psychiater nicht ansatzweise eine Idee was das sein könnte, er hat diese Symptome so noch nie gehört. Aus dieser Sicht konnte man folgende Diagnosen AUSSCHLIEßEN:
- kein ADHS
- keine bipolare (manisch-depressive) Störung
- keine Sozialphobie
- nicht klassisch depressiv
- nicht schizophren
- keine Hashimoto-Enzephalopathie

Wir haben mehrere Psychopharmaka und Neuroleptika ausprobiert um die Symptome zu bekämpfen (Zeldox, Wellbutrin, Abilify, Risperdal, Cipralex, Arileto, Deanxit), was nicht wirklich funktionieren mag.

Im April diesen Jahres hatte ich dann einen epileptischen Grand Mal Anfall, wobei die Ursache nicht eindeutig geklärt werden konnte (Schlafentzug, Medikamente, Stress). In den folgenden EEG- Untersuchungen wurde erhöhte Epileptogenität festgestellt (2 x und das auch mit Antiepileptika - sozusagen nützen diese Medikamente nur gering = Pregabalin). Was mir auch mitgeteilt wurde, umso stärker das Gedankenrasen, innere Unruhe umso mehr schlägt das EEG aus.

Nun habe ich den Selbstversuch unternommen die Schilddrüsenmedikamente (Euthyrox) langsam auszuschleichen - hierzu lautet die definitive Diagnose Hashimoto. Über den Zeitraum von 1 1/2 Monaten wurden die Symptome immer weniger und ich konnte alle restlichen Medikamente weglassen ohne Absetzsymptome. Ich wurde ruhiger, konnte mir wieder etwas Selbstbewusstsein aneignen, die Konzentration/Erinnerungsvermögen/Auffassung wurde verbessert, bessere Umweltwahrnehmung, roter Faden in Gesprächen ist wieder besser, über 2 Wochen keine Krise und keine Selbstmordgedanken, optimistischer und zukunftsorientierter.
Jedoch kamen körperliche Symptome wie Muskelkater, Gelenkschmerzen, Frosch im Hals, tiefer/ausgiebiger Schlaf, trockene Haut, Durchfall, Schwindel, Kreislaufprobleme und heftige Magen-Darm-Schmerzen.

Die Reduktion war von 100 mg Euthyrox auf bis zu 37,5 mg und dies bewirkte einen TSH Wert von knapp 21, wobei die Hormone noch in der Norm waren.

Zu diesem Zeitpunkt war ich offen für die Möglichkeit einer psychischen Ursache und wollte mir nichts darauf einreden wenn ich das Euthyrox auf dringendes Anraten der Hausärztin wieder erhöhe, da sie eine thyreotoxische Krise befürchtete. Nach ein paar Tagen bekam ich wieder eine "Krise", konnte mich aber wieder beruhigen und dachte mir dabei noch nicht viel, jedoch wurde es in den folgenden Tagen wieder so extrem dass ich freiwillig zu allen verfügbaren Beruhigungsmitteln griff, was nur mäßig funktioniert.

Ich erklärte meiner Hausärztin die Symptome und fragte auch ob ein medikamentöse Umstellung vom Monopräperat T4 auf T3 umgestellt werden könnte und sie schlug mir ein Kombipräperat T4/T3 vor, was aber in der Dosierung zu hoch ist. Sie überwies mich nun in die Schilddrüsenambulanz nach Feldkirch mit der Begründung "Patientin verträgt Euthyrox nicht". Wobei ich dazusagen muss das Thyrex dieselben Symptome auslöst.

Ich habe dann direkt mit einem Arzt aus Feldkirch telefoniert, da sie nicht verstehen konnten, was mit der Überweisungsbegründung gemeint war. Es hieß dass meine Symptome nicht von den Schilddrüsenmedikamenten kommen könne und sie ja schließlich auch nicht mehr tun könnten als Blut abnehmen, ich soll dringend zum Psychiater.

Ehrlich gesagt bin ich wirklich verzweifelt, was ich noch tun soll, ich versuche wirklich alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen (psychisch, Placebo-Effekt, Einbildung, etc.), wobei ich die EEG-Spitzen nicht außer Acht lassen möchte. Ich bin einfach der Meinung dass irgendetwas definitiv nicht mehr stimmt und meiner Meinung nach sind die Psychopharmaka/Neuroleptika nur leicht symptombekämpfend und die Ursache ist nicht geklärt.

Ich als Patient hätte gerne, dass zB Levothyroxin intravenös verabreicht wird und ein durchgehendes EEG gemacht wird um einen Zusammenhang abzuklären und komplette Blutwerte kontrolliert werden, aber irgendwie macht das einfach keiner (Nebennierenwerte, sonstige Hormonwerte, etc.).


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 16. Okt 2018 12:41 
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Registriert: 07. Apr 2016 19:11
Beiträge: 115
Hallo Buzzile,

es ist schon schlimm, was mit dir abgeht,
ich kenn mich auch nicht so gut aus und du bist sicher ein Sonderfall.

Ich vertrage überhaupt keine Antidepressiva, wenn du sie überhaupt brauchst,
bei deinen Symptomen würde ich narrisch werden, ich bekomme Panikattacken
und daselbe war jetzt mit Thybon also T3, trotz ich ganz vorsichtig einge-
gschlichen habe.

Da dir leider niemand schreibt,
meine Empfehlung wäre
der Dr. Rieger Berndt, kennt sich mit natürlicher Schilddrüsenhormonen aus.
Hat auch eine Praxis in Österrreich in Kärnten,

google mal...hat am 29.10.2018 einen Vereinbarungstermin,
auch auf Facebook bzw. You Tube sind interessante Beiträge

ganz viel Kraft und Erfolg bei der Suche nach Hilfe

liebe Grüße Jamie


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 16. Okt 2018 21:20 
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Registriert: 10. Okt 2018 19:27
Beiträge: 13
Hallo Jamie,

Vielen Dank für die aufbauenden Worte, ich hab in letzter Zeit auch vermehrt gegoogelt und meine Symptome würden auch sehr gut zu einer autoimmunen Gehirnentzündung passen und ich würde diesbezüglich auch gerne eine Lumbalpunktion (Entnahme Rückenmarksflüssigkeit) durchführen lassen aber ich weiß nicht wie ich einen Arzt dazu bringen soll das durchzuführen.

Zwar kann ich und meine Hausärztin uns nicht erklären wie das mit den Schilddrüsenmedikamenten in Verbindung steht aber ich wurde nun von der psychiatrischen Seite an Neurologe/Internist verwiesen und bekam zur Beruhigung Quetialan, was doch sehr dämpfend wirkt.

Ich habe jetzt Termine bei 2 Neurologen/Psychiater und einen Termin bei einem Internisten (leider erst im November), wobei ich nicht weiß wie ich diesen Zustand bis dann aushalten soll.

Andererseits bin ich nun im Krankenstand aber ich würde einfach gerne wieder arbeiten können und vor allem ein Leben führen können, den dieser Zustand ist unerträglich


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 22. Okt 2018 13:06 
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Registriert: 25. Jul 2018 15:50
Beiträge: 20
Hallo. Wie geht es dir jetzt? Ich habe deinen Eintrag schon ein paar mal gelesen, weil es mir momentan ähnlich geht. Hab aber keine neurologischen Beschwerden dafür alle psychischen und stehe auch voll an. Psychopharmaka haben bei mir auch kaum geholfen. Ich weiß nicht ob man dr. Rieger empfehlen kann, aber ich habe auch schon positives gehört.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 25. Okt 2018 22:05 
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Registriert: 10. Okt 2018 19:27
Beiträge: 13
Hallo Doro,

ich nehme nun Deanxit, Pregabalin, Quetialan und 100 mg Euthyrox (was meiner Optimaldosis lt. Blutwerte entspricht). Es geht mir damit etwas besser aber ich bin momentan in der Wartezeit auf das MRT, das wahrscheinlich unauffällig sein wird und danach wird eine Lumbalpunktion gemacht, da der Verdacht einer Gehirnentzündung besteht aufgrund meiner äußerst guten Erfahrung mit Antibiotika.

Ich bin nach 1 1/2 Jahren selbst auf diese Idee gekommen da ich zufällig einen Bericht über autoimmune Enzephalopathie gestoßen bin, das in 4 % aller Fälle rein psychisch äußert. Ebenfalls hatte ich vor Ausbruch der Psychose eine anständige Erkältung/grippaler Infekt Event. Grippe.

Irgendwie habe ich Angst davor dass sich die Diagnose nicht bestätigt, weil ich ansonsten wirklich nicht weiterweiß. Niemand weiß mit meinen Symptomen etwas anzufangen.

Wenn ich weniger von den SD-Hormonen nehme geht es mir zwar vom Kopf her besser, aber die körperlichen Symptome sind auch extrem.

Was sagen deine Ärzte zu deinen Symptomen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 26. Okt 2018 16:41 
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Beiträge: 20
Hm, naja der endo bei dem ich gestern war meint vielleicht Verträge ich das thyrex nicht mehr und ich soll auf natürliche sd Extrakt umsteigen, also schwein. Damit werde ich nächste Woche starten, wenn ich das bekomme, das wir in einer Apotheke angefertigt. Hab einen riesen Respekt davor. Ich hoffe das ich keine anfänglichen nw habe denn mehr sym als jetzt halt ich nicht mehr aus.
Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 26. Okt 2018 21:09 
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Registriert: 10. Okt 2018 19:27
Beiträge: 13
ich hoffe für dich das die Schweine-Präparate bei dir helfen, ich bekomme sowas leider nicht verschrieben, es heißt es gäbe nur Thyrex oder Euthyrox. Erst auf explizite Frage ob man das T4 Medikament auf ein T3 Medi umstellen kann hat die Hausärztin nachgeschaut und schließlich gesagt, dass das die Schilddrüsenspezialisten entscheiden müssen.

Es gibt Berichte darüber, wenn Schilddrüsenpatienten mit T4 nie das Wohlbefinden erreichen, ist eine Umstellung auf T3 sinnvoll, da gibt es Kombi- (T4+T3) als auch Monopräparate (T3). Vielleicht wäre das auch eine sinnvolle Option für dich.

Diesen Termin habe ich erst am 7. Dezember und bis dahin hoffe ich das bei den Neurologischen Untersuchungen ein Ergebnis raus kommt.

Ich ertrage die Auswirkungen ohne zusätzliche Medis (Beruhigungsmittel) auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 27. Okt 2018 6:00 
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Beiträge: 20
Nimmst du aktuell euthyrox oder nicht?
Und ging es dir unter Einnahme von euthyrox schon mal eine Zeit lang gut


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 27. Okt 2018 9:20 
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Registriert: 10. Okt 2018 19:27
Beiträge: 13
Ja aktuell bin ich auf 100 mg (was den optimalen Blutwerten entspricht).

Es ging mir lediglich unter der zusätzlichen Einnahme von Antibiotika relativ gut, daher jetzt die Vermutung einer Gehirnentzündung.

Ohne beruhigende Mittel halt ich den Zustand mit alleiniger Einnahme von Euthyrox nicht aus, da kriegt man dermaßen Selbstmordgedanken, weil einfach etwas nicht mehr stimmt. Von der Schilddrüsenambulanz heißt es dass das nichts mit der Schilddrüse zu tun habe. Ich kann nur sagen wenn ich die Dosis Euthyrox reduziere (bis auf 37,5 mg) geht es mir geistig besser, naja körperlich natürlich nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unverträglichkeit Levothyroxin
BeitragVerfasst: 30. Okt 2018 8:42 
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Registriert: 25. Jul 2018 15:50
Beiträge: 20
Hallo du, weißt du schon was über eine eventuelle Gehirnentzuendung und wie geht es dir?


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