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 Betreff des Beitrags: interessanter Fall??!!
BeitragVerfasst: 13. Mär 2012 22:12 
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Registriert: 24. Jan 2012 14:08
Beiträge: 1
Hallo
Ich wende mich an euch, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Die Ärzte wissen nicht, was mir fehlt und beschreiben mich als interessanten Fall oder beschäftigen sich erst gar nicht damit. Das Problem fing vor ca. 1 1/2 Jahren bei einer normalen Kontrolluntersuchung an. Dabei wurden erhöhte Schilddrüsenwerte (fT3 und fT4) bei normalem basalen TSH-Wert festgestellt.
Ergebnisse der damaligen Untersuchung:
Szintigraphie:
Tc-Uptake 10,2 % in leicht vergrößerter SD
Sonographie:
Rechter und linker SD-Lappen leicht vergrößert, echogleich, homogen
Isthmus verbreitert, echoärmer
Blutwerte:
fT4 37,2 [11-22]
fT3 3,8 [0,9-2,7]
b-TSH 2,56 [0,4-3,5]
TAK 32
TPO 42
TRAK <0,9 [1,5]
Jod im Harn 356 [100-300]

Damalige Beurteilung: Immunthyreoptahie vom Typ Morbus Basedow in Struma diffusa, Therapie mit Thiamazol 20mg.
Thiamazol habe ich allerdings nach wenigen Tagen bereits wieder absetzten müssen, da ich extremen Hautausschlag bekommen habe. Daraufhin meinte der Chefarzt in der Klinik, dass dies sowieso die falschen Tabletten gewesen sind und ich in einem Jahr wieder zur Kontrolle kommen soll.
Daraufhin wurde ein MRT vom Kopf durchgeführt und ca. alle 3 Monate eine Blutkontrolle.
Ich war damals noch komplett symptomfrei!
Das MRT lieferte keine Ergebnisse. Es war nichts außergewöhnliches zu erkennen.
Die weiteren 3-Monatigen Kontrollen lieferten keine sonderlichen Ergebnisse:
fT4 immer zwischen 30 und 40 [11-22]
fT3 immer zwischen 3 und 3,5 [0,9-2,7]
Auffällig jedoch, dass TPO und TAK stetig angestiegen sind
Beurteilung Anfang 2011: Verdacht auf Hashimoto, derzeit keine Therapie erforderlich
Blutwerte Ende 2011:
fT3 7,9 [3,7-6,1]
fT4 31 [10-20]
TSH basal 2,7 [0,3-4]
TAK 220 [<60]
TPO 334 [<60]
Vor wenigen Wochen wurde bei einem anderen Arzt nochmals eine Blutprobe durchgeführt. Leider habe ich die Werte nicht mit nach Hause genommen. fT3 und fT4 waren aber wieder in etwa der gleichen Konzentration, TSH basal auf 2,5 (also normal), TRAK wieder negativ, TAK auf 480 und TPO auf >1300. Dies Werte haben mich sehr erschreckt!
Dennoch wissen die Ärzte bis heute noch nicht, was die Ursache ist, da der basale TSH immer im mittleren Normbereich liegt.
Ich habe in der Literatur nur eine Möglichkeit gefunden, welche erhöhte fT3 und fT4 bei normalem basalen TSH beschreibt. Dies wäre eine Schilddrüsenhormonresistenz. Da die TAK und TPO aber auch so stark erhöht ist müsste die SD-Hormonresistenz auch mit einer Autoimmunkrankheit einhergehen. Allerdings weigern sich alle Ärzte ein entsprechendes Formular (E112) auszufüllen (mit der Begründung das ist nicht erblich oder man will sich nicht blamieren sollte es das nicht sein), da die molekulargenetische Untersuchung angeblich nicht in Österreich, sondern nur in Deutschland durchgeführt werden kann. Teilweise sagen die Ärzte auch, dass sie es auf den ersten Blick sehen, dass es nicht erblich ist, obwohl in meiner Familie meine Mutter (hat die Schilddrüse bereits entfernt) und Großmutter SD-Probleme und in ihrer Kindheit die gleichen Symptome hatten. Auch wurde auf den ersten Blick Zöliakie diagnostiziert, was durch Blutproben wiederlegt wurde und auch andere Nahrungsmittelallergien wurden per Bluttest ausgeschlossen.
Symptome habe ich mittlerweile sehr eindeutige. Vor allem Symptome der SD-Überfunktion, wie zeitweises Herzrasen, schneller Stoffwechsel, Müdigkeit, Krankheitsgefühl, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme bei normalen Essgewohnheiten (habe von Kind auf nur sehr schwer zugenommen), Schweißausbrüche in der Nacht, starke Konzentrations- und Lernschwierigkeiten etc. zudem extreme Schluckbeschwerden, Engegefühl im Hals.
Therapiert wurde ich bis vor kurzem mit Propanolol zur Regulierung der Tachykardie und Prothiucill (wirkt ähnlich Thiamazol), also Unterdrückung der SD-Hormonproduktion. Ich war allerdings sehr skeptisch, da ich gelesen habe, dass solch eine Therapie bei einer Autoimmunerkrankung wirkungslos ist. Nach knapp 1 Monat bekam ich nun die Information sofort die Tabletten abzusetzen, da bei der Kontolle der Blutwerte der TSH Wert nun auf über 8 angestiegen ist. Laut Aussage des behandelten Arztes soll hier nun ein Fehler im Labor passiert sein. Ich kann mir allerdings schon erklären, dass der TSH Wert steigt, wenn ich Tabletten zur Unterdrückung der SD-Hormonproduktion nehme.
Gibt es denn noch andere Krankheiten, bei denen erhöhte SD-Werte bei normalem TSH Wert vorkommen?
Ich persönlich würde M. Basedow ausschließen, da der TSH-Wert normal ist, keine Augenerkrankungen (hervorstehende Augen etc.) vorhanden sind und die TRAK bis heute negativ sind. Des weiteren würde ich auch Hashimoto ausschließen, da hier in der Literatur nur von einer milden Überfunktion gesprochen wird, welche in eine Unterfunktion übergeht. Ich habe allerdings nur starke Symptome einer Überfunktion und diese schon seit über 1 Jahr. 2x wurde auch ein Szintigramm gemacht, bei dem außer einer sehr leicht vergrößerten Schilddrüse nichts festgestellt wurde.
Meine Ärzte meinten damals weiter, dass wenn ich die verordneten Tabletten nicht nehme oder sie nicht anschlagen, die Schilddrüse entfernt werden muss. Mit 23 Jahren finde ich dies sehr übertrieben und macht mir sehr Angst.
Trotz Medikamenteneinnahme seit Wochen kommt es mir eher vor, dass sich die Symptome verschlechtern (außer das Herzrasen). Ich kann mich aber kaum noch Konzentrieren, mir ist ständig schlecht und unwohl, kann keine Nacht mehr richtig ein- und durchschlafen.
Was haltet Ihr von der ganzen Sache? Nach der letzten Kontrolluntersuchung soll ich nun wieder ein MRT machen um ein Hypophysen-Adenom auszuschließen. Aber es weiß weiterhin keiner die Ursache und ich soll nur immer alle 3 Wochen die Werte korrigieren. Ich bekomm aber auch schon im Studium Probleme, da ich mich nicht konzentrieren kann. Daher kann nicht immer nur warten wie schon seit über einem Jahr. Mittlerweile war ich schon bei mehreren Endokrinologen, allerdings hat sich keiner wirklich Zeit genommen und bis jetzt konnte keiner die Ursache diagnostizieren. Anstatt dessen werden wie bei einem Versuchskaninchen immer wieder Tabletten probiert. Ich würde gerne nach Deutschland in ein endokrinologisches Institut zu Experten, allerdings stellt sich bis jetzt jeder Facharzt quer und würde wohl eher meine Schilddrüse herausschneiden anstatt eine Unterschrift für ein E112 Formular zu geben.


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