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BeitragVerfasst: 10. Okt 2015 16:15 
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Registriert: 09. Okt 2015 13:39
Beiträge: 1
Hallo,
Ich habe vor 7 Monaten mein 2. Kind bekommen und letzten Monat wurde bei mir ein tsh von 0,01 diagnostiziert. Hatte etwas Herzstolpern bei niedrigem Ruhepuls (45) und Haarausfall (gut...das kann auch von der Schwangerschaft kommen).
Jetzt 4 Wochen später ist mein tsh bei 0,09 und ft3 und 4 sind im Normbereich. Mein Arzt möchte, dass ich Medikamente nehme, aber ich bin noch am stillen und mir geht es körperlich auch gut. Mein Puls ist normal und ich schlafe gut. Meint ihr es ist nötig dass ich mit einer Therapie beginne oder kann ich nochmal abwarten? Vielleicht steigt der tsh noch weiter an... Und es normalisiert sich von alleine? Vor meiner Schwangerschaft hatte ich eher erhöhte TSH Werte...>2
Bei meinem ersten Kind war es ähnlich... Ich hatte ganz schlimm Haarausfall und war total müde nach einem halben Jahr nach Geburt. Untersucht wurde ich erst später...da war mein TSH über 2...
Wie seht ihr die Angelegenheit?
Lieben Dank


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BeitragVerfasst: 11. Okt 2015 20:03 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 186
Hallo,

also wenn ft3 und ft4 im Normbereich sind, dann würde ich persönlich warten. Vielleicht war da ja eine Entzündung, die nun abklingt? Manchmal braucht der TSH etwas.
Hole Dir doch eine zweite Meinung ein. Ich denke, die Zeit hast Du, weil die freien Werte nicht über der Norm sind.

Bleib aber auf alle Fälle in engmaschiger Kontrolle. Ich bin kein Arzt, ich sage Dir jetzt nur, was ich selbst tun würde.

Viele Grüße
Charlotte


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BeitragVerfasst: 12. Okt 2015 8:33 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
In meinem Fall hat sich die einseitige Überschätzung des TSH seitens der Ärzte bei ähnlicher Supprimierung als komplette Fehleinschätzung herausgestellt.

Genau wie du hatte auch ich Zweifel.Erst Jahre später, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war und ich 10 Ärzte -wohlweisslich von mir NUR auf Schilddrüse selektioniert- aufgesucht hatte, habe ich einen Arzt gefunden, der meinen TSH "ignoriert" hat. Er hat ihn offiziell als "derzeit NICHT auswertbar" beiseitegelegt und dieses Verhalten auch genau im Arztbrief-für die anderen Ärzte nachvollziehbar!- erklärt. Dafür musste ich aber erst nach arbeitsunfähig auch noch stark adipös werden und auf 100 Kg "anwachsen". Vorher haben mir die Ärzte die Unterfunktion nicht geglaubt wegen meines dauersupprimierten TSH.

Seid 5 Jahren kommt mein TSH nicht mehr aus dem Keller. Die nachfolgende Schilddrüsen-Bremsung durch die Ärzte hat meine Gesundheit, meine Karriere und finanzielle Alterssicherung zerstört.

CAVE vor solchen Schnellschüssen durch die Ärzte.

Hattest du jemals eine TPO-Antikörper-Messung?
Lass erstmal Hashimoto "ausschliessen".

Du hättest höchstwahrschelich bereits früher eher MEHR an Schilddrüsenhormonen benötigt. Jetzt ist höchstwahrscheinlich eine autoimmune Dauerentzündung deiner Schilddrüse die Folge.

Substitution von Schilddrüsenhormonen(meist Thyroxin), Vitamin D (was eigentlich auich ein HORMON ist) und Selen kann die Autoaggression beruhigen. Monitioren kann man das anhand der TPO-Antikörper, bei seropositiven Patienten. Ca 20% der Hashimotokrnaken zeigen keine derzeit in Standardtestsystemen messbare erhöhte TPO-Antikörpertiter. Das heisst noch lange nicht dass kein Hashimoto vorliegt. Auch wenn das viele Ärzte leider so einschätzen.

Im Gegenteil - man muss es sogar annehmen. Hashimoto ist heute die Hauptursache für SD-Unterfunktion-welche du ja seid Jahren erleidest.

Glückwunsch, dass du -trotzdem- zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht hast!!!

Nur sehr wenige Ärzte/Endokrinologen interessieren sich so sehr für das Thema Schilddrüse, dass sie solche "Ausnahmen" überhaupt kennen. Fortbildung auf diesem Gebiet scheint nur schleppend wenn überhaupt zu erfolgen. Die allermeisten Endokrinologen sind nur Diabethologen.

Erst ein fT3 ÜBER der Norm ist ein SICHERER Indikator für ein Überfunktion. Und erst nach Wiederholung der messwerte nach einiger Zeit, sollte eine thyreosuppressive Therapie ins Auge gefasst werden.

Bei Dir sollte man eher an Östrogendominanz, Progesteronmangel, Selenmangel, Vitamin D-Mangel und daraus resultierender Umwandlungsstörung denken.


Progesteron von unserer Ärzteschaft verordnet zu bekommen ist serh schwierig. Bitte deinen Arzt um "Progestogel". Kann auch der Hausarzt über Privatrezept verschreiben, selbst Gynäkologen verweigern oft die Rezeptierung über die KrankenKasse.

ICH selber war es irgendwann leid, wertvolle Lebenzeit zu verschwenden und arbeitsunfähig nur aufgrund von dieser Ärzteinkompetenz und -ignoranz geworden zu sein. Ich besorge mir meine Progesteron-Einheiten über selber gemachtes Schafgarbeöl.

Du kannst Schafgarbe jetzt noch pflücken und in Olivenöl erhitzen...nicht kochen..lieber 2-3x erwärmen/Restwärme vom Essen-Kochen nutzen und lange auskühlen lassen unter gelegentlichen Schwenken/Umrühen. Abfiltern..fertig ist das Heilöl. Täglich einmal vergleichbare Menge auf den bauch massieren..idealerweise nur an Tag 10-Ende des Zyklusses, Stopp nach Einsetzen der Regel. Monitiore deine Zyklusslänge, sie sollte 28 Tage betragen und zwar stabil.

Liess nach in der Fachinformation für Thyroxin von Henning. Dort unter Überdosierung.

Hattest du schonmal Thyroxin verordnet bekommen.

jetzt sollte ein Ultraschall deiner Schilddürse von einem ausgewiesenen schilddürsnspezialisten erfolgen. Bleibe konsequent in der Forderung exakter Messwerte. Nicht so ein Rübergehudel mit wenig zielführenden Bergiffen wie "Normalgross". Frage nach genauen Milliliterangaben für deine Schilddürse, damit du auch eine Vergleichsmöglichkeit hast mit früheren oder zukünftigen Messungen!!! Achte auf Verkleinerungen. Frauen haben eine bis 18 ml grosse Schilddrüse normalerweise. Inhomogene und echoarme Bereiche sind interessant, insbesondere wenn keien der typischen antikörper gemessen werden können. Diese "Löcher" in der Schilddürse werden erst nach Jahren wirklich gut sichtbar für die meisten Ultraschaller. Nur wirkliche Profis, die sensibilisiert sind für dss Thema erkennen es früher.

Deshalb dauert es bis zur Diagnose Hashimoto oft mehr als 10 Jahre.

Beruhige du erstmal Dich und deinen arzt damit dass fT3 udn fT4 beide IN der Norm liegen. Immer häufiger wird der TSH heut "nichtauswertbar". DAS hat sich aber noch kaum unter den Ärzten rumgesprochen. Im Internet kann man aber in Selbsthilfegruppen immer öfter davon lesen. Und mein zuletzt konsultierter Professor für Endokrinologie "rechnet" heute mit sowas, insbesondere bei fortgeschrittenen Patienten.

Übrigens meine Haare sind auch ausgefallen, nicht mehr weitergewachsen, der Rest irgendwann verfilzt. Ich traurte mich nicht die Resthaare abzuschneiden eben weil nix mehr nachgewachsen ist, die Haare wurden furztrocken, keine Rückfettung über die Kopfhaut möglich..diese war total trocken..überall.

Heute wachsen meine endlich abgeschnittenen Haare wieder prächtig nach... Kannst ja auch Schafgarbeöl auf die Kopfhaut massieren, wenn deine Kopfhaut auch so trocken ist. Coffein/Kaffee hilft auch. Äusserlich und innerlich.

Kannst du mal all deine Schilddeüsenwerte sammeln und hier inklusive Normbereiche posten. Insbesondere dein fT3 interessiert mich sehr. Wo liegt der IN der Norm?


Vorher war ich schlank, sportlich, intelligent, beruflich erfolgreich, gutverdienend, symptomfrei mit wunderschönen langen glänzenden gesunden Haaren und festen Fingernägeln..trotz supprimierten TSH. Wäre ich niemals zur TSH-Kontrolle, hätten mich Ärzte nicht kaputt machen können.

Vorsicht! Heut schütze ich Leidensgenossen wie Dich vor ähnlicher unnützer und pathologischer Behandlung durch die Ärzte.


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BeitragVerfasst: 13. Okt 2015 11:49 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Gegen das Herzstolpern trinke Brennesseltee. Es kann nicht beurteilt werden ob es von Über- oder Unterfunktion kommt.

Auch bei supprimierten TSH ist eine Unterfunktion möglich, z.B. bei vorliegneder Umwandlungsstörung. Ausserdem gibt es periphere Hypothyreose. Hypertonie aufgrund Hypothyreose=sekundäre Hypotonie.

Ärzte machen es sich bei der Schilddrüse meist zu leicht. Fatale Folgen für den Patienten werden erst zeitverzögert offenbar und deshalb zu selten auf die ärztlichen Fehlentscheidungen vom Laien zurückgeführt.


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