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 Betreff des Beitrags: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 07. Jan 2016 22:34 
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Registriert: 04. Jan 2016 22:38
Beiträge: 15
Hallo,

hab mich gerade in Eurem Forum angemeldet und bin sehr froh, hier her gefunden zu haben. Ich hoffe, jemand von Euch kann mir bei der Interpretation meiner Werte helfen.

Ich war vor ca 2,5 Monaten in der Schilddrüsenambulanz. Die Werte:

TSH: <0,01 (0,5-4,2)
FT4: 1,62 (0,93-1,7)
FT3: 8,1 (3,1-6,8)
TAK: 32,64 (<4,11)
TPO: 585,26 (<5,61)
TRAK: 2,99 (<1,75)


Szintigraphie:
Tc-99m, Uptake: 2,9 %
diffus gesteigerter Uptake, beidseits

Sonographie:
Normogroß (F<18 ml, M<25 ml)
Echomuster der Schilddrüse: inhomogen, echonormal, echovermindert

Diagnose: Manifeste Hyperthyreose, Immunhyperthyreose

Therapieempfehlung:
Thiamazol
20 mg tgl für drei Wochen, dann
10 mg tgl für 4 Wochen, dann
10 mg jeden zweiten Tag

Ich möchte die Diagnose nicht anzweifeln, habe aber im Internet einige widersprüchliche Informationen dazu gefunden und meine Symptome erinnern großteils auch eher an eine Unterfunktion.
Da mein ARzt leider sehr kurz angebunden war und ich mich nicht wirklich informiert fühle, bitte ich Euch, mir zu helfen. Handelt es sich um Morbus Basedow oder könnte es eine Mischform sein oder etwas anderes dahinterstecken?

Danke, danke!

LG Sonnenblume13


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 08. Jan 2016 20:45 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 184
Symptome können manchmal wirklich rätselhaft sein. Ich kenne das von mir selbst. Da läuft man so hochtourig, dass man schon total müde ist.

Wenn Du unsicher bist, kannst Du Dir auf alle Fälle noch eine zweite Meinung von einem anderen Facharzt nehmen. Wichtig finde ich jedoch, dass Du mit solch einer Überfunktion nicht zu lange herumläufst. Das geht aufs Herz-Kreislauf-System.

Viele Grüße und gute Besserung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 11. Jan 2016 12:12 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Mit Selen könntest du vielelicht schon eine Beruhigung erzielen. 200mg Selen tägl schadet gewiss nicht.

Der hohe TPO-Antikörpertiter, Inhomogenität udn echoarmut lassen auf hashimoto schliessen. Der zeichnet sich zu Beginn oft durch eine Überfunktion aus..udn geht dann von allein in eine fortschreitende Unterfunktion über. ich habe diese hashitoxikose genutzt um im Diplom gut abzuschneiden....unbewusst. Ich habe mich selber beruhigt mit alkoholfreiem Bier..da ist Hopfen drin was die SD drosselt..udn Hühnerbrühe. ich nahm einige Kilo ab...mein Gehirn lief auf Hochtouren.

Auch bei dir ist die Chance höher statistisch gesehen, dass du an Hashitoxikose leidest als an Morbus Basedow. Lass dir nochmal die genaue Milliliterangabe der SD durchgeben.

Thiamazol würde dich in diesem Fall nur schneller der Unterfunktion näherbringen. Nimmst du die Pille, Jodhaltiges?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 11. Jan 2016 17:38 
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Registriert: 04. Jan 2016 22:38
Beiträge: 15
Vielen Dank für Eure Antworten und Tipps!

Mit Hashi habe ich auch schon spekuliert. Bin aber total unsicher, weil im Internet so viele verschiedene Meinungen dazu stehen.

Am Donnerstag habe ich wieder einen Termin auf der Schilddrüsenambulanz, dann erfahre ich hoffentlich Näheres.

Auf Jodhaltiges verzichte ich so gut wie möglich. Pille nehme ich keine. Thiamazol habe ich vor ca 2 Wochen ausgeschlichen, weil ich das Gefühl hatte, dass es mir nicht gut tut.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 11. Jan 2016 18:47 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
GUT!:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 18. Jan 2016 16:47 
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Registriert: 04. Jan 2016 22:38
Beiträge: 15
Hey, hab heute den Befund von der Schilddrüsenambulanz bekommen. Die aktuellen Werte sind:

TSH = <0,01 (0,5-4,2)

FT4 = 1,61 (0,93-1,70)

FT3 = 8,0 (3,1-6,8)

TRAK = 2,38 (<1,75)

Sonographie:
Normogroß (F < 18 ml, M < 25 ml)
Echomuster der Schilddrüse: inhomogen
echovermindert

Untersuchungsbefunde: unverändert

Therapieempfehlung:
Prothiucil: 3x2 Tägl. für eine Wochen, dann 3x1 für 4 Wochen, dann 1 täglich

Nächste Kontrolle: 10.3.2016

Noch zur Info: Hab ja vorher Thiamazol genommen, es aber abgesetzt, weil es mir nicht so gut getan hat und die Werte auch nicht beeinflusst hat. Seit ca 3 Wochen nehme ich nun keine Tabletten mehr. Deshalb hat der Arzt mir andere verschrieben.

Was sagt ihr dazu?

Danke und LG Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 23. Feb 2016 13:37 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Ja, ist eine Überfunktion..aber wegen der vielen Hinweise auf inhomogenes echovermindertes Echomuster gehe ich von hashimoto aus...da verschwindet die Überfunktion von alleine.

Wenn du dich gut fühlst, brauchst du die Tabletten höchstwahrscheinlich gar nicht nehmen..sie beschleunigen nur den Übergang in den langwierrigen Leidensweg der Unterfunktion..dann musst du noch früher Thyroxin einnehmen.

Ich habe meine Hashitoxikose genutzt um viel zu lernen fürs Diplom. Du könntest auch Sport machen, dich fortpflanzen versuchen.

Warum das jetzt kaputt machen?

Selen, Progesteron und Thyroxin können die Überfunktion lindern wenn es nur ein autoaggressiver Schub wäre.

Fühlst du dich schlecht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 29. Feb 2016 21:24 
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Registriert: 04. Jan 2016 22:38
Beiträge: 15
Danke, eigentlich gehts mir ganz gut.

Ich nehme zur Zeit Selen, Schüsslersalze und Thyreo-loges (natürlicher Schilddrüsenhemmer), zusätzlich mache ich alle paar Tage einen Topfenwickel.....und fühle mich wohl damit.

Wie lange hat bei dir die Überfunktion angedauert?

Die ersehnte Gewichtsabnahme ist leider noch nicht eingetreten. Wieviel hast du in der Überfunktion abgenommen? Und hast du danach wieder zugenommen?

In den letzten 6 Monaten hatte ich einen Menstuationszyklus von 40 Tagen. Seit diesem Monat ist er wieder wie vorher, also 30 Tage. Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen. :)

LG und danke für deine Antwort
Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 29. Feb 2016 21:28 
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Registriert: 04. Jan 2016 22:38
Beiträge: 15
Ich hätte noch eine Frage:

Könnte es sein, dass ich Hashimoto schon seit vielen Jahren habe und einfach nicht bemerkt habe? Viele Symptome einer Unterfunktion hatte ich in den letzten 10 Jahren bereits und erst seit Mitte 2015 sind sie viel weniger geworden.

Also ist es möglich, dass man lange Hashimoto hat, dann in eine Überfunktion kommt, die dann wieder in Hashimoto übergeht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Erklärung meiner Werte
BeitragVerfasst: 02. Mär 2016 14:57 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Ja, wir alle haben meist schon mindestesn 10 jahre hashimoto wenn er erstmals diagnostiziert wird. Das kann bei manchen auch 20 jahre schon da gewesen sein. Es ist und bleibt Hashimoto. Unterfunktion ist die meiste Zeit zu beklagen. Zu Beginn gibts die Hashitoxikose, bei der ist soviel abgenommen habe, dass ich meine Teeniefigur wieder hatte,. Die stolz neugekaufte Jeans hat mir dann aber nur 2-3 Wochen gepasst...dann nahm ich wider zu.

Mit der richtigen Dosierung..und immer wieder angepasst (meist weitere Dosiserhöhungen- solltest du normalgewichtig verbleiben udn der Zyklus idelae 28 Tage lang sein. ein Zyklus von 40 Tagen sieht sehr nach Unterfunktion aus..auch wenn du gern Abnehmen würdest aber nicht kannst klingt das nach Unterfunktion...da sind natürlcihe SD.Hemmer wenig empfehlenswert. Vielleicht sind die an der Unterfunktion gar schuld. leider werden höäufig Unterfunktionsymptome für Überfunktion gehalten. Wer lange zeit zu wenig SD-Hormone verordnet bekommen hat oder zu wenig selber eingenommen hat kann phasenweise immer mal wieder autoaggressive Schübe erleiden müssen, die dann tatsächlich eine Überfunktion machen...diese wäre aber nur dauerhaft zu beruhigen und weitere zu verhindern wenn man die Dosis soweit erhöht, dass die SD nicht wirklich selber aktiv zuarbeiten muss. Deshalb versucht man bei hashimoto den TSH unter 1,0 dauerhaft zu halten. Die Dosierung ist meist auch etwas höher als bei Jodmangelkropf. Vorsicht vor Jodhaltigen Präparaten oder Lebensmitteln wie Soya oder Algen oder Nahrungsergänzungsmitteln.


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