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 Betreff des Beitrags: 2. Fehlgeburt - Schilddrüsenwerte
BeitragVerfasst: 26. Apr 2012 9:23 
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Registriert: 23. Apr 2012 14:53
Beiträge: 5
Hallo!

Ich bin 28 Jahre alt und habe gerade meine 2. Fehlgeburt innerhalb von 3 Monaten hinter mir. Beide Kinder waren in der 7.ssw in der Fruchthöhle noch nicht zu sehen, in der 8.ssw waren sie dann sichtbar, aber erst 3mm groß (also gut 10 Tage Entwicklungsrückstand bei sicherem Konzeptionstermin), Herzschlag war da.

Beide Male bekam ich dann in der 9.ssw starke Blutungen und ich verlor meine Kinder.

Da beide Fehlgeburten so identisch abgelaufen sind, fällt es mir sehr schwer an einen Zufall zu glauben. Da meine Mutter sich erinnern kann, dass bei mir als Kind mal Verdacht auf Probleme mit der Schilddrüse bestand (sie glaubt, es handelte sich um einen Kropf, ist sich aber nicht mehr sicher), bestand ich darauf, dass meine Schilddrüsenhormone getestet wurden. Da war ich in der 8.ssw, der Verdacht auf eine nicht intakte Schwangerschaft bestand bereits, aber das kleine Herzchen schlug noch. Am nächsten Tag ging unser Kind dann mit heftigen Blutungen ab. Ich weiß also nicht, inwieweit die Schilddrüsenwerte an diesem Tag aussagekräftig sind. Nach meinem FA sind die Werte normal und sehr wahrscheinlich wird es auch so sein, aber ich möchte gerne noch eure Meinung hören.

Ich würde gerne wissen, was ihr von den Werten haltet, ob sie für eine (bald endende) Schwangerschaft normal sind oder ob sie einen Hinweis auf einen möglichen Grund für die beiden Fehlgeburten geben können.

Ich habe gelesen, dass das HCG den TSH-Wert in der Schwangerschaft beeinflusst. Entsteht dadurch ein höherer oder niedrigerer Wert?

TSH: 1,719 (0,350-4.000)
FT4: 1,10 (0,80-1,70)
FT3: 2,95 (2,30-4,20)

Vielen Dank!
Alexandra


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BeitragVerfasst: 28. Apr 2012 19:32 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 193
Hallo Alexandra,

Deine Werte sind jetzt nicht gerade grottenschlecht, oder so. Wenn Du Sicherheit haben möchtest, dann solltest Du eine vollständige Schilddrüsenuntersuchung machen. Also mit Ultraschall, allen Antikörpern und evtl. noch Szintigraphie, je nach Ultraschall.

Nach zwei Fehlgeburten würde ich auf alle Fälle in ein Kinderwunschzentrum gehen, falls es in Deiner Nähe eins gibt. Dort können Dinge wie Gerinnungsstörung und andere Ursachen abgeklärt werden.

Liebe Grüße
Charlotte


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BeitragVerfasst: 29. Apr 2012 7:31 
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Registriert: 23. Apr 2012 14:53
Beiträge: 5
Hallo Charlotte!

Danke für deine Einschätzung. Wir werden jetzt auf jeden Fall verschiedene Tests machen, das steht fest. Nur hieß es, die Schilddrüse könne man schon mal ausschließen. Und das wollte ich nicht so recht glauben, dass man das anhand dieser paar Werte schon machen kann. Also werde ich darauf bestehen, dass sie nochmal genauer angeschaut wird.

Was meinst du eigentlich mit "nicht gerade grottenschlecht"? Sind die Werte irgendwie auffällig bzw. grenzwertig?

Lg
Alexandra


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BeitragVerfasst: 02. Mai 2012 19:52 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 193
Hallo,

nein, grenzwertig finde ich die Werte nicht. Ich habe schon viel schlechtere gesehen. Ich wollte Dich damit nicht verunsichern.

Vielleicht meldest Du Dich bei Gelegenheit noch mal, wenn Du mehr weißt.

Grüße von Charlotte


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BeitragVerfasst: 03. Mai 2012 7:12 
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Registriert: 14. Mai 2008 8:00
Beiträge: 1793
hallo !

trotzdem könnten die freien werte wirklich besser sein - sind ja nichtmal annähernd bei bzw über 50%.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 03. Mai 2012 16:20 
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Registriert: 23. Apr 2012 14:53
Beiträge: 5
Aha. Ich kenne mich ja überhaupt nicht damit aus, TSH habe ich ungefähr kapiert, mit den anderen Werten haben ich mich noch nicht so beschäftigt. Aber wenn ich die nächste Untersuchung habe, bei der ich auch die Antikörper untersucht haben will und einen Ultraschall haben will, melde ich mich wieder.

Danke inzwischen!


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BeitragVerfasst: 07. Mai 2012 17:39 
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Registriert: 23. Apr 2012 14:53
Beiträge: 5
Hallo, hier bin ich wieder. Inzwischen wurden allerhand Blutttests veranlasst. Ich schreibe jetzt mal alles hinein (mit Mühe entziffert und nachgegoogelt):

BLUTGERINNUNG:
Faktor V Leiden (Gerinnungsstörung)
Lupus-Antikoagulans (Antikörper, Gerinnung)
Protein S, Protein C (Gerinnung)

SCHILDDRÜSE:
T3, T4, TSH (Schilddrüsenhormone)
Anti-Thyreoglobulin AK (=TAK) (Schilddrüsenantikörper)
Anti-TPO-AK (Schilddrüsenantikörper)

BLUTBILD:
Kleines Blutbild: Blutzellen, Hämoglobin, Hämatokrit

BLUTZUCKER:
OGTT (oraler Glukosetoleranztest) (Diagnose Diabetes mellitus)
HbA1c: Glykohämoglobin (Blutzuckergedächtnis)

HORMONE:
Prolaktin (erhöhter Wert hemmt Eisprung, bes. bei Schilddrüsenunterfunktion)

Wurde von der Schilddrüse alles Wichtige berücksichtigt?

Die Blutproben werden erst in 2 Wochen, wenn mein HCG wieder auf 0 ist, durchgeführt.

Lg
Alexandra


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2012 14:58 
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Registriert: 23. Apr 2012 14:53
Beiträge: 5
Hallo!

Ich habe jetzt meine Werte erhalten.

TSH: 2.000 (0.350-4.000)
FT4: 1.14 (0.80-1.70)
FT3: 2.98 (2.30-4.20)
Anti-TG-Antikörper: <30 (<100)
Anti-TPO-Antikörper: 94.4 (<100)

Kann bitte mal jemand einen Blick drauf werfen?

Danke!

Lg Alexandra


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BeitragVerfasst: 03. Sep 2012 10:28 
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Registriert: 01. Sep 2012 11:57
Beiträge: 4
Hallo Alexandra 123 ...

Es tut mir wahnsinnig leid und wenn ich deinen Blog so lese kann ich verstehen und erahnen wie sehr dich das traurig macht und einerseits auch wütend ... ich hoffe dir ist es zwischenzeitlich gut ergangen?

Kann dir leider zu deinen Werten nicht´s sagen, habe aber einen interessanten Blog hier gelesen, vieleicht hilft der die weiter ...
forum: entzündung, hashimoto ... verfasst von "engelchenn" ... schau mal rein ...

Ich hatte ja leider auch dieses Problem, ohne zu wissen was es eigentlich ist, denn laut Ärzt ist alles im Normbereich und OK, aber leider kommt es dann anders ...

Ich würde mich freuen, wenn du mir vieleicht ein paar Tip´s geben könntes was ich zu beachten habe, bzw. was ich für Werte anschauen lassen sollte ...

Es ist einfach so schlimm und dann noch untätig herum sitzen und vieleicht warten, bis es ein zweites Mal passiert ... :-(

Ich würde mich freuen, von dir zu hören, hoffentlich positive Nachrichten und dass bei dir alles weiter gut verlaufen ist ...

LG und alles Gute ...

Bia29


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BeitragVerfasst: 08. Feb 2015 14:48 
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Registriert: 05. Feb 2015 7:39
Beiträge: 541
Du hast HASHIMOTO, gekennzeichnet durch den erhöhten TPO-Antikörpertiter.

Für Kinderwunsch ist ein TSH von 0,5-1,0 anzustreben. Die freien Werte fT3 und fT4 sollten im oberen Bereich der Norm liegen. je weiter oben desdo besser.

Deine Werte haben sich im Verlauf weiter verschlechtert. Du solltest um eine Therpaie mit Schilddürsenhormonen bitten. Das kann auch deien Frauenärztin dir verordnen. Wichtig ist dass man dann eine Dosierung erreicht wo der TSH kaum mehr über 1,0 hinausgeht udn die freien Werte schön weit oben in der Norm liegen. Erst dann solltest du deinen nächsten Versuch machen. Manche Ärzte können aber auch zügig eine Dosisfindung während der Frühschwangerschaft realisieren. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen auf das 1,5fache des Nichtschwangeren-Bedarfes sukkzessive an.

Bitte höre auf die problembewussten Ärzte. Viele winken Schilddrüsen einfach nur durch solange alles in der Norm ist, das kann bei Kinderwunsch fatal werden.

Tut mir leid um die zwei verlorenen Kinder. Mir erging es einmal so, als ich nach ewigem Kinderwunsch dann mit IVF/IXCI glücklich schwanger geworden war. Obwohl mir eingangs empfohlen worden ist auf meine Schilddrüse zu achten, wurde das nie wieder kontrolliert, weder von der Kinderwunsch-Ambulanz noch vom Hausarzt. Viel Geld zum Fenster rausgeworfen, da wir verheiratet sind wurde dieser 1.Versuch von der Kasse bezahlt(trägt dann die Allgemeinheit). Das Auftauen befruchteter Eier hat gar nix gebracht, haben wir selber bezahlt und war aus heutiger Sicht auch für die Füsse. Soviel Hormonstimulation zu verkraften, soviele Nerven gekostet..umsonst!

Traurig, dass die Kinderwunsch-Ambulanzen für solche insuffizienten Versuche auch normal Geld bekommen. Vielleicht ist die schlechte Schilddrüsenkontrolle die eigentliche Ursache dass wir in Deutschland bei In Vitro-Fertilisation Nicht an die Ergebnisse anderer Länder anknüpfen können. Und das in einem Land mit der höchsten Rate an Autoimmunerkrankungen, mit Hashimoto als heimlicher Volkskrankheit.


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