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 Betreff des Beitrags: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 10:31 
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Registriert: 01. Feb 2013 18:08
Beiträge: 31
Wohnort: Feldkirch, Vorarlberg
Guten Tag,

seit 2005 wurde bei mir ein Struma multinodosa festgestellt. Damals war es noch klein. Auf der rechten Seite ist es nun ca.5cm groß mit einem Volumen von 23,2 ml und links ist ein kleiner Knoten. Das Problem ist, dass das große Struma stetig wächst und ich nun doch eine Op haben sollte. :cry: Die Schilddrüsenwerte waren all die Jahre okay. Ich bin eher auf der zierlichen Seite. Duch meine frühere Erkrankung, ich hatte Morbus Hodgkin mit Lungenbeteiligung, bin ich nicht voll belastbar.
Meine große Sorge ist, dass ich nach der Op noch schlechter beisammen bin und mein Leben noch mehr and Lebensqualität verliert. Man liest ja so viel von den Nebenwirkungen einer eventuellen Unterfunktion der Schilddrüse nach der Op, wenn die Hormone nicht richtig eingestellt sind.
Ich mache mir da große Sorgen, möchte weder an Gewicht zunehmen, das würde sich negativ auf meinen Allgemeinzustand, insbesondere Lunge und Herz auswirken) noch möchte ich noch leistungschwächer sein. Seit einem 3/4 Jahr bin ich im Fitnesscenter um Muskeln aufzubauen, damit ich wieder mehr Power habe.
Nun meine Frage an euch. Gibt es wen unter euch, welcher KEINE Gewichtsprobleme und andere Nebenwirkungen nach der Op hatte?
Gibt es hierzu Studien?
Mein Arzt aus der Nuklearmedizin meinte, es käme selten vor, dass Leute nach der Op dick werden oder sonst welche Probleme hätten.
Leider liest man so viel Negatives im Internet, dass ich nun überlege die op abzublasen.
Ich bitte um eure Meinungen dazu.
Liebe Grüße von Dania


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 13:03 
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Registriert: 02. Feb 2013 14:40
Beiträge: 3
Hallo an Alle!
Meine (Erfolgs)Geschichte (falls es wen interssiert)
Ich bin männlich, 1964 geboren, keinerlei Beschwerden oder Alarmzeichen wegen meiner Schilddrüse vor 2010. :)
Zufallsbefund 2010 bei Routineuntersuchung im Ultraschall: rechts kalter Knoten 2,5 cm groß. :(
Ärztl. Empfehlung: Beobachten, weil Wahrscheinlichkeit, dass bösartig unter 10%. :?
Hausärztin: könnte mal was werden, jetzt sei ich 46, köperlich in guter Verfassung, sonst sehr gute Gesundheitswerte, warum nicht den kalten Knoten rausoperieren. Habe dann ein paar Tage darüber nachgedacht und eingewilligt.
Anmeldung: Kaiserin Elisabeth Spital (heute geschlossen - ein "BRAVO" :evil: der Stadt Wien! - heute Rudolfsstiftung)
OP Termin Feber 2011 (tolle OP durch Prim. Hermann :D ): während OP gleich Kälteschnitt des Knotens -- upss - bösartig (also ein 10% Treffer, sofort Programm umgestellt: ganze Schilddrüse raus - angeblich 7 Stunden OP, wäre zu 90% in den nächsten 10 Jahren gestorben).
Um 15.00 Uhr Aufwachraum, 15.30 künstliche Sauerstoffzufuhr angeblich abgesetzt, 16.00 Krankenzimmer, 16.15 Uhr erstes Hallo für meine family, 21.00 erste und einzige Schmerzinfusion, 2 Tage später heimgegangen.
Wundheilung mit täglicher Kontrolle (wichtig!!) für 4 Wochen, perfekte Heilung.
April Radio-Jod Thearpie im AKH bei 0,29% Restgewebe (tolles Ergebnis, da unter Umständen bis 10, bei schlechten OPs bis 30%), nach 2 Tagen, weil so geringes Restgewebe, nach Hause gegangen, keinerlei Nebenwirkungen.
2012 und 2013 (jeweils Jänner) Kontrolluntersuchungen im Diagnosezentrum Mödling (sehr nette Behandlung!), wobei 2012 durch 4 wöchiges Absetzen meiner 200mikrogramm Euthyrox in der letzten Woche sehr mies gefühlt, dann ab März 2012 regelmässig Sport (2 bis 3x/Woche = Tennis und Fitnesscenter), 2013 gehts mir wesentlich besser in diesen 4 Wochen.
Ergebnis:tolle OP, Sport sehr wichtig, keine Nebenwirkungen bis dato, Gewichtszunahme nur in den 4 Wochen Deprivation (2012 + 10 kg, 2013 + 5 kg) - geht aber nach 2 bis 3 Wochen durch die 200mikrogramm E wieder zurück.
:D
Falls wer Frage hat: schreibt mich an.
Giovanni :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 16:52 
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Registriert: 01. Feb 2013 18:08
Beiträge: 31
Wohnort: Feldkirch, Vorarlberg
Hallo Giovanni,

danke für deinen ausführlichen Bericht. Da hast du ja nochmal Sch...n gehabt.
Heißt Deprivation, dass du vier Wochen keine Hormone bekommen hast?
Warum musstest du 4 Wochen in 2012 die Medikamente absetzen?
Hm also 15 Kilo insgesamt zunehmen ist ja irre viel....heeeeelp. Da müsste ich mir ja gleich 3 Kleidergößen größer einkaufen.
Bist du nun wieder auf deinem Normalgewicht, da du schreibst es geht schnell wieder runter?
Wenn ich 15 Kilo zunehmen würde, würde ich aussehen wie eine Bombe. Ganz zu schweigen wie es meinem eh schon belasteten Körper noch mehr belasten würden.
Klingt nicht so positiv für mich... :shock:

Grüßle von Dania


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 21:03 
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Registriert: 02. Feb 2013 14:40
Beiträge: 3
Hallo!

Also Deprivation heisst , dass ich ab 18.12.2012, also 4 Wochen vor der Kontrolluntersuchung des Euthyrox voll absetzen muss, dann 2 Wochen ein Überbrückungsmedikament bekam und ab 8.1.2013 nichts bis zum 22.1.2013 (erst am 20.1.2013 war ich etwas gedämpft, bin halt nicht mehr Auto gefahren und war im Krankenstand). :idea:
Dienstag und Mittwoch Untersuchungen, Donnerstag ein RelaxTag und am Freitag wieder Büro.
Die Gewichtszunahme hat in diesen 4 Wochen 5 kg betragen (vor 1 Jahr 10 kg). Gut, ich bin 1,90 und habe 120 bis 125 kg Normalgewicht (daher sind 5 kg eher ein Klacks).
Idealziel ist in 2 bis 3 Jahren irgendwo bei 100 bis 105 kg (mal sehen). 8)

ciao
Giovanni


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 22:23 
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Registriert: 01. Feb 2013 18:08
Beiträge: 31
Wohnort: Feldkirch, Vorarlberg
Hallo Giovanni,

das heißt also, dass auch du nach der Op kurzfristig zugenommen hast, wenn ich das richtig verstehe. Da du schreibts, vor einen Jahr habe ich 10 Kilo zugenommen.
Verstehe ich das richtig?
Wo bitte sind die positiven Berichte.....ich krieg ja jetzt schon die Kriese. :evil:

Grüßle von Dania


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 03. Feb 2013 23:27 
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Registriert: 02. Feb 2013 14:40
Beiträge: 3
Hallo!
Nein, nach der OP (Feber 2011) habe ich nichts zugenommen.
Nach einem Jahr musste ich dann 2 Ganzkörperscans zur Kontrolle machen, da wurde mir u.a. ein Radionuklid gespritzt (im Zuge dieser Vorbereitung zur 1.Kontrolle im Jänner 2012 durfte ich 4 Wochen das Euthyrox (= E) nicht nehmen und habe dadurch 10 kg in dieser Kontrollphase zugenommen, nachdem ich dann wieder E. wieder genommen habe, ist das Gewicht wieder runtergegangen).
Heuer im Jänner 2013 wieder die 2.Kontrolle, wieder 4 Wochen kein E., diesmal nur 5 kg zugenommen, da ich vorher viel Sport getrieben habe und auch bis auf die letzten 3 Tage besser drauf war, einfach körperlich aktiver.
E. schüttet ja als Hormonersatz Schlankheitshormone aus und wird daher leider auch missbräuchlich verwendet (ist zu vergleichen mit Leuten, die eine Schilddrüsenüberfunktion haben und essen können, was sie wollen und dürr bleiben). Aber Achtung! Kenne so eine Wahnsinnige, die hat einfach ihre Dosis verdoppelt und hat extreme Herzrhytmusstörungen. Ist also nicht empfehlenswert.
Letzte Frage von Dir: wo sind die positiven Feedbacks?
Die lesen eigentlich mehr nicht diese Foren, denen gehts einfach gut. Wer schreibt hier in der Regel: Personen, die Zweifel, Fragen und Ängste haben, nach dem Motto, geteiltes Leid ist halbes Leid, was auch so sehr gut ist, weil man weiss, dass man nicht allein ist.
Nur: die positiven Erlebnisse werden hier kaum reingeschrieben, weil für diese Leute ist das Thema abgeschlossen.
Ich schreibe hir, um den Leuten Mut zu machen, sodass sie einmal auch sagen können: ich habe den Krebs besiegt!

Gute Nacht
Giovanni


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 04. Feb 2013 7:24 
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Registriert: 14. Mai 2008 8:00
Beiträge: 1793
guten morgen !

ich selbst habe die autoimmunerkrankung hashimoto, habe durch die ewigen unterfunktionen einiges an gewicht zugenommen und bekomme das gewicht nichtmehr so hin, als vor meiner erkrankung.

aber mein mann hat z.b. 2011 einen kalten knoten gehabt und musste innerhalb 2 monate operiert werden. dazu muss ich auch erwähnen, dass er herzkrank ist und lungenhochdruck (achtung nicht bluthochdruck). er ist schwerarbeiter und man weiß nicht, wielange er noch arbeiten wird können, aber derzeit ist er noch ganz gut belastbar.

wie gesagt, 2011 wurde er bei den barmh.schwestern operiert. die op verlief ganz gut. zwar hatte er durch die intubation nacher höllische halsschmerzen und bekam auch fieber und einen ausschalg auf eine medikament. im großen und ganzen verlief alles reibungslos. der knoten war noch nicht bösartig und er konnte nach 6 wochen krankenstand (wegen der schwerarbeit) wieder arbeiten gehen.

vom gewicht her hat er ca 4 kg zugenommen, mit denen er bis heute kämpft, aber ausser sehr trockener haut, die er vorher nicht hatte, gehts ihm sehr gut. er ist genauso belastbar, wie vor der op, fühlt sich wohl und ihm geht es gut.

klar hatte er auch angst, wegen seinem herz und der lunge, aber heute fast 2 jahre danach würde er genauso wieder diese op über sich ergehen lassen. die hormonelle einstellung nach einer vollständigen entfernung der sd ist meistens viel einfacher als bei denen, die hashimoto haben. ausserdem kämpfen wir hashis mit immer wiederkehrenden schüben, da unsere sd ja mit der zeit zerstört wird und diese schübe sind wirklich nicht lustig. meine lebensqualität hat in all den jahren sehr nachgelassen im gegensatz zu meinem mann.

ich hoffe, du triffst die richtige entscheidung, was die op betrifft. es ist richtig, dass hier im forum meist nur hilfesuchende sind. denen, denen es gut geht wollen sich oft garnichtmehr mit "sorgenforen" beschäftigen.

wünsche dir alles gute
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 04. Feb 2013 7:26 
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Registriert: 14. Mai 2008 8:00
Beiträge: 1793
guten morgen !

ich selbst habe die autoimmunerkrankung hashimoto, habe durch die ewigen unterfunktionen einiges an gewicht zugenommen und bekomme das gewicht nichtmehr so hin, als vor meiner erkrankung.

aber mein mann hat z.b. 2011 einen kalten knoten gehabt und musste innerhalb 2 monate operiert werden. dazu muss ich auch erwähnen, dass er herzkrank ist und lungenhochdruck (achtung nicht bluthochdruck). er ist schwerarbeiter und man weiß nicht, wielange er noch arbeiten wird können, aber derzeit ist er noch ganz gut belastbar.

wie gesagt, 2011 wurde er bei den barmh.schwestern operiert. die op verlief ganz gut. zwar hatte er durch die intubation nacher höllische halsschmerzen und bekam auch fieber und einen ausschalg auf eine medikament. im großen und ganzen verlief alles reibungslos. der knoten war noch nicht bösartig und er konnte nach 6 wochen krankenstand (wegen der schwerarbeit) wieder arbeiten gehen.

vom gewicht her hat er ca 4 kg zugenommen, mit denen er bis heute kämpft, aber ausser sehr trockener haut, die er vorher nicht hatte, gehts ihm sehr gut. er ist genauso belastbar, wie vor der op, fühlt sich wohl und ihm geht es gut.

klar hatte er auch angst, wegen seinem herz und der lunge, aber heute fast 2 jahre danach würde er genauso wieder diese op über sich ergehen lassen. die hormonelle einstellung nach einer vollständigen entfernung der sd ist meistens viel einfacher als bei denen, die hashimoto haben. ausserdem kämpfen wir hashis mit immer wiederkehrenden schüben, da unsere sd ja mit der zeit zerstört wird und diese schübe sind wirklich nicht lustig. meine lebensqualität hat in all den jahren sehr nachgelassen im gegensatz zu meinem mann.

ich hoffe, du triffst die richtige entscheidung, was die op betrifft. es ist richtig, dass hier im forum meist nur hilfesuchende sind. denen, denen es gut geht wollen sich oft garnichtmehr mit "sorgenforen" beschäftigen.

wünsche dir alles gute
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 04. Feb 2013 9:26 
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Registriert: 01. Feb 2013 18:08
Beiträge: 31
Wohnort: Feldkirch, Vorarlberg
Danke euch Beiden für die Ausführungen.
Ja das wirld wohl der Grund sein, dass man eher schreibt, wenn man Probleme hat.

Grüßle von Dania


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 Betreff des Beitrags: Re: positive Erfahrungen nach op
BeitragVerfasst: 07. Feb 2013 22:34 
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Registriert: 27. Nov 2010 15:01
Beiträge: 184
Ich selbst habe nach der SD Komplett OP nicht zugenommen.
Aber es ist eben so, wie die anderen schon sagen -> sowas steht nicht in Foren. Es stellt ja kein Problem dar und in Foren schreiben eher Leute mit Problem.

Muss man Dich denn total operieren? Könnte man Dir ein Stück SD lassen? Wieso wächst die denn, hast Du kein Thyroxin bekommen, um das Wachstum zu stoppen?

Übrigens, das was Giovanni über die Zeit nach der OP geschrieben hat, gilt nicht für normale OPs, also keine Sorge.

Giovanni, ging die Kontrolle nicht mit Thyorgen? Die 4 Wochen Hormonentzug muss man unter Umständen heutzutage gar nicht mehr machen.

Gruß von Charlotte


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