Schilddrüsenforum Österreich
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Laetrile, B17-Therapie bei SD-Karzinom, wer hat Erfahrung ?
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Autor:  christine1948 [ 19. Jul 2008 17:20 ]
Betreff des Beitrags:  Laetrile, B17-Therapie bei SD-Karzinom, wer hat Erfahrung ?

Ich habe gerade die RJ-Therapie hinter mir, das SD-Karcinom - ein 1,8 cm grosses folllikuläres SD-Karcinom vom onkozytären Typ T2, wurde mir operativ am 2.5.08 entfernt.
Nunmehr habe ich mehreren Seiten über Laetrile - B 17 zur Krebsbekämpfung erfahren. Ich habe mit Interesse das Buch von Phillip Day "Krebs, Stahl, Strahl, Chemo & Co..." gelesen, welches Buch auch in Amerika bei Strafe verboten ist, in Österreich vergriffen und in deutscher Sprache nur gelegentlich in Deutschland erhältlich ist, - empfehlenswert....... Übrigens ist Leatrile / Vitamin B 17 (am meisten enthalten in wilden Aprikosenkernen ) unter Einwirkung der Pharmaindustrie- Lobby in Amerika bei strenger Strafe verboten, jedoch in Deutschland und Österreich erhältlich.

Da in einschlägigen Berichten und Büchern über B 17 / Laetrile beschrieben ist, wie positiv sich B 17 /Laetrile-Therapie im Zusammenwirken mit Ernäherungsumstellung bei verschiedensten Krebsarten auswirkt (Verschwinden von Karzinomen, keine Neubildung von Metastasen etc) , j e d o c h in keinem Buch von Erfahrungen im Zusammenhang mit SD-Krebs berichtet wird, f r a g e ich irgendjemand von euch, ob ihr Erfahrungen mit einer solchen Therapie habt.

Ich würde mich freuen, wenn ich eine / oder mehrere Antworten erhalten würde.
chris1948

Autor:  Ernesto [ 20. Jul 2008 10:27 ]
Betreff des Beitrags:  Anwendung bei Schilddrüsenkarzinom

Aprikosenkerne - Amygdalin, Laetrile, Vitamin B17 etc.

wie bei vielen so genannten 'Alternativen Krebstherapien' ist es überaus schwierig qualitativ gute Seiten im Internet zu finden, da die Vermarkter solcher Produkte massiv eben auch im Internet werben, ich habe daher auch eine ganze Weile gebraucht bis ich in diesem Dschungel von Werbeseiten über Umwegen eine seriöse Quelle gefunden habe: Amygdalin - ein neues altes Krebsmittel?Link verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet von Thilo Bertsche und Martin Schulz vom Zentrum für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) in der Pharmazeutischen Zeitung Online Nr.24, 2003.

In diesem Artikel wird eindringlich vor Amygdalin -auch unter Amigdalina, Laetrile (Lätril), Mandelonitril oder Vitamin B17 bekannt - gewarnt: 'Wegen nicht auszuschließender Risiken ohne wissenschaftlich erwiesenen klinischen Nutzen bei teilweise nicht ausreichender pharmazeutischer Qualität wird Amygdalin als bedenklicher Arzneistoff eingestuft. Deswegen ist eine Abgabe durch den Apotheker zur therapeutischen Anwendung nach derzeitigem Kenntnistand nicht zulässig. Von einer eigenmächtigen Therapie nach Bezug über das Internet ist Patienten dringend abzuraten. ' ( ebendaLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet)

In diesem Artikel wird ausführlich auf Amygdalin eingegangen, auf seine (Entdeckungs-)Geschichte, chemische Klassifikation, biologische Herkunft (Aprikosenkerne), pharmakologische Wirkung, tierexperimentelle und klinische Studien, toxische Effekte beim Menschen und die mangelhafte Qualität, die über den Internetmarkt angebotenen Produkte.

Hier noch die Warnung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):
Verzehr von bitteren Aprikosenkernen ist gesundheitlich bedenklichLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet
(Stellungnahme Nr. 014/2007des BfR vom 03. Mai 2007)

Noch ausführlichere Informationen mit weiteren Quellen-Angaben finden sich auf den Seiten des National Cancer Institut: Laetrile/Amygdalin (PDQ®)Link verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet

Da es durch die Aprikosenkerne vermutlich nicht zu den starken Blausäuere/Cyanid-Vergiftungserscheinungen kommen wird wie Bewusstlosigkeit und Tod, habe ich hier nur mal die leichten Vergiftungserscheinungen: 'Reizerscheinungen an den Augen, dem Rachen und den oberen Luftwegen, Kopfschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Angstgefühle' (Quelle: Blausäure auf m-ww.de; Download 18.4.2005)

Ergänzung 6.6.08
Schilddrüsenkrebspatienten schaden sich mit Aprikosenkernen doppelt

Beim übermäßigen Verzehr von cyanogenen Pflanzen - und dies macht man, wenn man Aprikosenkerne zu sich nimmt - kommt es in Folge zu einer gesteigerten Thiocyanat (SCN-)-Bildung.
Thiocyanat blockiert dann den Anionencarrier (Na+ -Anionensymport), welcher für den Transport des Jods in die Schilddrüsenzellen bzw. Schilddrüsenkrebszellen zuständig ist.
(Quelle: Dr. med. Glossmann: Pharmakologie Endokriner SystemeLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet (PDF ohne Datum, Seite 163; Download 6.6.2008)

Durch den Verzehr von Aprikosenkernen kann es also dazu kommen, dass bei einer Radiojodtherapie dadurch verhindert wird, dass die Schilddrüsenkrebszellen das radioaktive Jod aufnehmen. Der Erfolg einer Radiojodtherapie wird dadurch eventuell verhindert.
(Eventuell hat es sogar noch weitere Folgen, unabhängig davon, ob eine RJT gemacht wird, auf die Differenzierung der Schilddrüsenkrebszellen.
Dies versuche ich derzeit noch bei den Ärzten zu klären, ist aber nicht so einfach zu beantworten.
Ende der Aktualisierung)

Anmerkung zur Forschung über alternative Therapien:
Geradezu als Märchen entpuppt sich auch die immer wieder gern erzählte Geschichte, von der bösen reichen Pharmaindustrie und der guten armen Alternativ Medizin. So habe ich in einem Vortrag von Prof. Dr. med. Rudolf Joss, Luzern, Schulmedizin und Alternativmedizin ? Die Sicht der SchulmedizinLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet (Vortrag 2003) den Hinweis gefunden, dass 1981 in den USA man mit Laetrile, einem Aprikosenstein-Extrakt, einen Umsatz von 2 Milliarden $ erzielte, während im gleichen Zeitraum für Chemotherapie lediglich 0,2 Milliarden $ ausgegeben wurden. (Angegeben Quelle ist McGinnis L.S.: Alternative therapies, 1990. An overview. Cancer 1991; 67 (6 Suppl): 1788-1792; - Abstract auf PubMedLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet). Bei diesem Umsatz müsste es nun wirklich möglich sein vernünftige Studien durchzuführen, die die Wirksamkeit der Aprikosenkerne nachweisen.

Quelle: Bundesweites Selbsthilfe-Forum Schilddrüsenkrebs,
Link: http://www.sd-krebs.de/

LG. Ernst

"Es ist nicht notwendig sein Leben zu ändern, sondern anders zu denken..."

Autor:  christine1948 [ 13. Nov 2008 21:03 ]
Betreff des Beitrags:  B 17 - Aprikosenkerne

Hallo Ernst, danke vielmals für die ausführliche Antwort. Ich entschuldige mich, dass ich umständehalber erst jetzt darauf reagiere.
Auch ich habe umfangreich im Internet und direkt in Deutschland recherchiert.
Es dürfte anscheinend wirklich so sein, dass die Pharmaindustrie dieses billige Naturheilmittel blockiert (ca. 1 EUR am Tag). Auch die "MÄR", dass Aprikosenkerne Blausäure in so hoher Dosis enthalten und zu schweren Schädigungen und sogar zum Tod führen können, dürfte überholt sein. Die diesbezügliche Studie, an die sich weltweit die offiziellen Gesundheitsbehörden halten, stammt aus den 30iger Jahren.
Ich habe weltweit im Internet Nachschau gehalten und habe immer nur unabhängige positive Aussagen über die B 17 Therapie gefunden, kein einziger Beitrag (weltweit) hat davon gesprochen, dass jemand am Genuss der Aprikosenkerne gestorben ist ( schwer Krebskranke mit Methastasen, welche bereits von den Schulmedizinern aufgegeben wurden, haben 40 - 50 Stück Aprikosenkerne gegessen und keiner davon ist daran gestorben. Soweit die weltweiten Foren !

Autor:  christine1948 [ 13. Nov 2008 21:07 ]
Betreff des Beitrags:  B 17 -Aprikosenkerne

Fortsetzung :
Ich jedenfalls nehme seit Juni 2008 6-7 Aprikosenkerne täglich und fühle mich wohl.
Dass die RJ-Therapie dadurch unwirksam wird, dürfte auch nicht stimmen, da ich nach meiner RJT im Donauspital in Juni 2008 nunmehr im Oktober 2008 eine Untersuchung hatte, bei der sich herausgestellt hat, das die RJT sehr wohl gewirkt hat, mein Tumormarker ist bei 0 und alle Befunde sind o.k.

Ich sende viele liebe Grüsse und Danke für die Antwort christine

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